Federal Reserve

US-Geldpolitiker sind uneins über weiteren Zinskurs

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Das Gebäude der US-Notenbank Federal Reserve
Quelle: Adobe.com/doganmesut

(Reuters) - In der US-Notenbank Federal Reserve gehen die Vorstellungen über den Zinskurs weit auseinander.

Dies geht aus den Protokollen der September-Sitzung hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Dabei hatte die Zentralbank den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt gesenkt: auf die neue Spanne von 4,00 bis 4,25 Prozent. "Einige Teilnehmer erklärten, dass es sinnvoll sei, den Leitzins bei dieser Sitzung unverändert zu lassen, oder dass sie eine solche Entscheidung hätten unterstützen können", heißt es in den Mitschriften der Sitzung.

Trump-Gesandter fordert niedrigere Zinsen

Auf der anderen Seite des Spektrums wurde die Forderung nach einer XL-Senkung um einen halben Prozentpunkt laut. Dafür plädierte der neue Fed-Direktor Stephen Miran - ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, der seit langem kräftige Zinssenkungen von den unabhängigen Währungshütern fordert. Auch beim Zinsausblick waren sich die Währungshüter uneins.

Das Ergebnis war, dass zwar die meisten der Ansicht waren, dass eine weitere Lockerung der Geldpolitik im weiteren Jahresverlauf wahrscheinlich angebracht sei. Der Zeitpunkt und das Tempo weiterer Schritte waren jedoch umstritten. Während die mittlere Prognose von zwei weiteren Senkungen um jeweils einen Viertelprozentpunkt bis Ende 2025 ausgeht, halten sieben Währungshüter weitere Zinssenkungen für nicht nötig.

Am Markt sorgte die Veröffentlichung der Fed-Protokolle für nahezu keine Reaktion. Die wichtigsten Indizes an der Wall Street, der Dollar-Index und das Gold verharrten bei ihren Gewinnen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen blieb mit 4,1365 Prozent mehr oder weniger stabil.

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