
Eskalation innerhalb von Stunden: Nachdem US-Präsident Donald Trump am Freitagnachmittag erklärte, er wolle sich doch nicht mit seinem chinesischen Pendant Xi Jinping bei einem Wirtschaftsgipfel in Südkorea treffen, verhängte Trump wenige Stunden später harsche Zölle gegen China.
Wie unter anderem "CNBC" berichtete, werden die USA laut Trump neue Zölle von 100 Prozent auf chinesische Importe verhängen - "und zwar zusätzlich auf alle Zölle, die sie bereits bezahlen", so Trump. Die neuen Einfuhrgebühren sollen ab dem 1. November gelten. Zugleich, sagte Trump, werden die USA ab diesem Datum Exportkontrollen auf "jegliche kritische Software" einführen.
Zölle summieren sich mittlerweile stark auf
Wie hoch die Zölle auf chinesische Einfuhren insgesamt sind, ist mittlerweile schwer festzulegen. Ursprünglich verhängte Trump Zölle von 34 Prozent auf chinesische Einfuhren, die jedoch aktuell pausiert sind. Es gilt daher der "Basis-Zoll" von zehn Prozent, zuzüglich einiger Sonderzölle auf chinesische Importe, wie den "Fentanyl-Zoll". In Summe würde der Strafzoll auf chinesische Importe demnach ab November deutlich über 100 Prozent betragen.
Bereits auf Trumps erste Ankündigungen am Freitagnachmittag reagierten die Märkte mit einem harschen Abverkauf. So büßte der Leitindex Dow Jones 1,9 Prozent ein, der marktbreite S&P 500 fiel gar um 2,7 Prozent.
Für den viel beachteten Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 3,49 Prozent nach unten. Der umfassendere Index Nasdaq Composite sackte um 3,56 Prozent ab.




