Trump bietet Iran Abkommen an - "Deal wäre großartig"

Reuters · Uhr
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Jerusalem (Reuters) - Die USA sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereit, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen.

"Wir sind bereit, wenn Sie es sind", sagte Trump am Montag im israelischen Parlament mit Blick auf ein Abkommen mit dem Iran. "Die Hand der Freundschaft und Zusammenarbeit ist offen. Ich sage Ihnen, sie (der Iran) wollen einen Deal machen ... es wäre großartig, wenn wir einen Deal machen könnten", fügte der US-Präsident hinzu.

Teheran und Washington hatten erfolglos fünf Runden über das iranische Atomprogramm verhandelt, bevor es im Juni zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel kam, in der schließlich auch die US-Luftwaffe Angriffe auf wichtige iranische Atomanlagen flog.

Die E3-Staaten Deutschland, Großbritannien und Frankreich hatten parallel dazu den sogenannten Snapback-Mechanismus Ende August wieder gestartet. Die ausgesetzten UN-Sanktionen gegen den Iran sind wegen anhaltender Verstöße des Regimes in Teheran gegen das Atomabkommen deshalb wie angekündigt wieder in Kraft gesetzt worden. Seitdem konnten in mehreren Verhandlungsrunden mit der iranischen Regierung nach E3-Angaben keine nennenswerten Fortschritte erzielt werden. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe des Westens zurück, sie strebe den Bau von Atomwaffen an.

Am Samstag hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi einen möglichen "fairen und ausgewogenen" Vorschlag der USA zu seinem Atomprogramm begrüßt. Teheran habe aber keinen Hinweis auf eine Verhandlungsbereitschaft der USA erhalten. Er hatte hinzugefügt, dass Teheran und Washington aber über Vermittler Nachrichten ausgetauscht hätten.

"Nichts würde diesem Teil der Welt mehr nützen als wenn die iranische Führung den Terroristen abschwören würde ... und endlich Israels Existenzrecht anerkennen würde", sagte Trump vor der Knesset. Araghtschi lehnte in einem Beitrag auf der Plattform X am Montag eine Einladung Ägyptens zur Teilnahme am Gipfel ab: Obwohl er diplomatisches Engagement befürworte, könne die iranische Führung nicht mit Regierungen zusammenarbeiten, die Iran angegriffen und mit Sanktionen belegt haben.

(Bericht von Jana Choukeir und Ahmad Elimam; geschrieben von Andreas Rinke; redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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