Merz pocht auf internationale Strukturen für Gaza

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Berlin (Reuters) - Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach dem Nahost-Abkommen von Scharm el-Scheich den schnellen Aufbau einer internationalen Aufsicht für den Gazastreifen gefordert."Im Klartext heißt das: Die internationale Staatengemeinschaft muss Strukturen schaffen", sagte Merz am Dienstag in Potsdam. Man müsse dort jetzt dauerhafte Möglichkeiten eröffnen, damit es zu einem dauerhaften Frieden zwischen der Hamas und den Palästinensern auf der einen Seite und der israelischen Bevölkerung und der Regierung auf der anderen Seite komme. Er sehe mehr Chancen als Risiken, aber man dürfe nicht naiv sein. In Gesprächen mit arabischen Staaten habe er am Montag gesagt: "Ich möchte in einem halben Jahr nicht in derselben Runde wieder zusammensitzen und wir uns dann die Frage stellen müssen: What went wrong? Das darf nicht passieren." Hintergrund ist die Sorge, dass etwa die zugesagte Entwaffnung der Hamas nicht gelingt.

Der Kanzler war am Montag wie andere europäische und arabische Staats- und Regierungschefs sowie US-Präsident Donald Trump nach Scharm el Scheich gereist. Jetzt gebe es die wirklich große Chance, diesen Krieg nach zwei Jahren zu beenden, sagte er. "Allerdings fängt die Arbeit daran mit dem heutigen Tag erst an." Er habe in Scharm el-Scheich mit den euroäischen Kollegen und am Morgen mit Außenminister Johann Wadephul gesprochen, was die Europäer und Deutschland beitragen könnten. "Daran müssen viele mitwirken", mahnte der Kanzler.

(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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