Erneute Regierungskrise in der Mongolei: Ministerpräsident tritt ab

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Peking (Reuters) -Der mongolische Ministerpräsident Gombojav Zandanshatar ist nach nur vier Monaten im Amt zurückgetreten. Das Parlament habe ihm zuvor die Unterstützung entzogen und für seine Abberufung gestimmt, meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag. Der 55-jährige ehemalige Außenminister und Parlamentspräsident ist bereits der zweite Regierungschef innerhalb weniger Monate, der sein Amt verliert. Sein Vorgänger Luvsannamsrai Oyun-Erdene war im Juni ebenfalls nach dem Verlust des parlamentarischen Rückhalts wegen Korruptionsvorwürfen und Protesten zurückgetreten.

Präsident Uchnaagiin Chürelsüch wird nun voraussichtlich den nächsten Ministerpräsidenten nominieren. Dieser muss vom Parlament, dem Großen Staats-Chural, bestätigt werden. Die Politik in der Mongolei ist seit Jahren von Instabilität geprägt. Hintergrund sind der öffentliche Unmut über Korruption und eine schwache Wirtschaft. Die Absetzung von zwei Ministerpräsidenten innerhalb weniger Monate schürt zudem die Unsicherheit über die politische Kontinuität und schreckt Investoren in dem rohstoffreichen Land ab.

Die Weltbank hatte Anfang des Monats ihre Wachstumsprognose für die Mongolei für das laufende Jahr auf 5,9 Prozent gesenkt, von zuvor 6,3 Prozent. Als Gründe nannte sie niedrigere Kohlepreise, die Unsicherheit im Welthandel sowie eine hohe Inflation und stagnierende Löhne. 2024 war das Bruttoinlandsprodukt um 4,9 Prozent gewachsen.

(Bericht von Ryan Woo, geschrieben von Rene Wagner, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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