Taifun "Kalmaegi" wütet auf den Philippinen - Mindestens 85 Tote

Reuters · Uhr
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Cebu (Reuters) - Auf den Philippinen sind durch Taifun "Kalmaegi" mindestens 85 Menschen ums Leben gekommen.

75 Menschen wurden am Mittwoch noch vermisst, wie die Katastrophenschutzbehörde des südostasiatischen Inselstaates mitteilte. Unter den Toten sind auch sechs Soldaten. Sie starben, als ihr Hubschrauber bei einem Hilfseinsatz auf der südlichen Insel Mindanao abstürzte. Am schwersten betroffen ist die bei Touristen beliebte Provinz Cebu, die erst vor rund einem Monat von einem starken Erdbeben erschüttert wurde, bei dem mehr als 70 Menschen starben.

In Cebu wurde nach dem Rückgang des Hochwassers das volle Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Zahlreiche Häuser wurden zerstört und Straßen von Schutt blockiert. Es kam zu Überschwemmungen und Stromausfällen. In der Stadt Talisay suchten Überlebende in den Trümmern nach Überresten ihres Hab und Guts. So auch die 38-jährige Eilene Oken, deren Haus vollständig zerstört wurde. "Wir haben jahrelang dafür gearbeitet und gespart, und dann war auf einen Schlag alles weg", sagte sie. Sie sei jedoch dankbar, dass ihre Familie unverletzt geblieben sei. Vor dem Wirbelsturm waren mehr als 200.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

"Kalmaegi", der vor Ort "Tino" genannt wird, ist der 20. Sturm auf den Philippinen in diesem Jahr. Im September war der Super-Taifun "Ragasa" über den Norden der Insel Luzon hinweggefegt. "Kalmaegi" zieht nun in Richtung Vietnam, wo er am Freitag auf Land treffen soll. Auf seinem Weg über das Südchinesische Meer hat er dabei noch etwas an Stärke gewonnen. China warnte vor gefährlichen Wellen im Südchinesischen Meer. Wie der staatliche Sender CCTV am Mittwoch berichtete, wurde in der südlichen Provinz Hainan der maritime Notfallplan aktiviert.

(Bericht von Adrian Portugal, Eloisa Lopez und Karen Lema. Geschrieben von Isabelle Noack und Christian Götz, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) oder 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte).)

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