Radikalkur bei ABN Amro - Tausende Stellen fallen weg

Die neue Chefin der niederländischen Bank ABN Amro will Tausende Stellen streichen und sich stärker auf das Kerngeschäft konzentrieren.
Die seit Anfang des Jahres amtierende Marguerite Bérard kündigte am Dienstag an, bis 2028 rund 5200 Vollzeitstellen abzubauen. Die Managerin will damit die Kosten senken und den Fokus auf das Hypothekengeschäft legen. Zudem kündigte ABN Amro den Verkauf des Privatkreditgeschäfts Alfam an den heimischen Konkurrenten Rabobank an. In der Firmenkundensparte sollen die risikogewichteten Aktiva in den nächsten drei Jahren um zehn Milliarden Euro reduziert werden.
Die Maßnahmen sind Teil der neuen Strategie bis 2028. Damit strebt ABN Amro eine Eigenkapitalrendite von mindestens zwölf Prozent an. Die Erträge sollen auf über zehn Milliarden Euro steigen und die harte Kernkapitalquote (CET1) bei über 13,75 Prozent liegen.
"Unser Fokus liegt auf nachhaltigem und profitablem Wachstum in Nordwesteuropa", sagte Vorstandschefin Bérard. Es ist die erste große Ankündigung unter Bérard, die Anfang 2025 ernannt wurde und Kostensenkungen zur Priorität erklärt hat.




