Dax Tagesrückblick 12.12.2025

Dax schwächelt zum Wochenausklang - Gold mit weiteren Gewinnen

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Quelle: Adobe.com/PhotoGranary

Der Dax hat zum Abschluss der Handelswoche geschwächelt. Nach einem festeren Auftakt gab der Index Gewinne ab und rutschte moderat ins Minus, belastet durch ebenfalls fallende Kurse an der Wall Street. Bis zum Handelsschluss verlor der Dax so 0,45 Prozent auf 24.186 Punkte. Gleichwohl hielt er sich damit klar über der wichtigen Marke von 24.000 Punkten.

Während der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum Wochenausklang zumindest kurzzeitig auf Rekordniveaus stieg, schreckte das deutsche Börsenbarometer vor der Marke von 24.500 Punkten zurück. Diese ist laut Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Broker Robomarkets, "die letzte relevante Hürde auf dem Weg zum Rekordhoch".

Molnar bleibt jedoch optimistisch, dass die Jahresendrally intakt ist und der Leitindex seine Bestmarke aus dem Oktober bei etwas über 24.770 Zählern toppen könnte. Die Marktstimmung stütze, schrieb er. Der Dow hat es am Vortag weiter angetrieben von der Leitzinssenkung der US-Notenbank bereits vorgemacht. Zugleich ist der sogenannte Fear-&-Greed-Index, der zu messen versucht, ob Anleger von Angst oder Gier getrieben werden, wieder in den neutralen Bereich zurückgekehrt. Entsprechend könnte sich die Stimmung weiter bessern.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann unterdessen leicht und legte 0,13 Prozent auf 29.959 Punkte zu. Der Euro Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone rutschte um 0,6 Prozent ab.

Adidas und Puma profitieren von Lululemon-Zahlen

Unter den Einzelwerten hierzulande setzte sich die Aktie des Sportartikelherstellers Adidas an die Dax-Spitze mit plus 2,2 Prozent. Puma zählten mit plus 3,8 Prozent zu den Favoriten im MDax. Beide profitierten von positiven Signalen aus der Quartalsbilanz von Lululemon. Der kanadische Hersteller von Yogabekleidung hatte vor allem wegen des stark gelaufenen China-Geschäfts die Erwartungen übertroffen und die Jahresziele angehoben. Dieser Markt ist auch für die zwei deutschen Unternehmen von großer Bedeutung.

Rheinmetall gewannen 0,9 Prozent und Hensoldt stiegen um 2,8 Prozent. Der im MDax zu findende Rüstungselektronikkonzern schloss mit Rheinmetall einen langfristigen Rahmenvertrag über die Lieferung von Radargeräten für Luftverteidigungssysteme, was Planungssicherheit für beide Konzerne schafft.

Eine Hochstufung auf "Buy" durch Kepler Cheuvreux verhalf den Papieren der Lufthansa zu Kursgewinnen von 4,7 Prozent. Das Verhältnis zwischen Chancen und Risiken werde immer attraktiver, schrieb Analyst Marc Zeck. Trotz aller Probleme, wie beispielsweise dem Druck der Gewerkschaften oder der Konkurrenz aus dem Nahen Osten, lasse sich das Potenzial kaum mehr ignorieren. Der Löwenanteil der Restrukturierung entfalle auf 2026. Das bedeute, dass frühzeitig erkannt werden könne, ob der Turnaround erfolgreich laufe.

Fraport gab überraschend bekannt, erstmals seit der Corona-Pandemie wieder eine Dividende zahlen zu wollen. Mit einer geplanten Ausschüttung von einem Euro je Aktie für 2025 fällt diese mehr als doppelt so hoch aus wie von Analysten im Schnitt erwartet. Der Konzerngewinn allerdings dürfte 2026 wegen höherer Abschreibungen und einer höheren Zinsbelastung nach der Inbetriebnahme der neuen Terminals in Frankfurt und Lima sinken. Die Aktie gab um 2,2 Prozent nach.

Euro hält jüngste Zugewinne

Der Euro bewegte sich nur wenig. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1731 US-Dollar. Der Euro verteidigte so seine deutlichen Gewinne vom Vortag, als er auf den höchsten Stand seit Anfang Oktober gestiegen war. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1731 (Donnerstag: 1,1714) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8524 (0,8536) Euro.

Der Dollar hat sich so nach seinen jüngsten Verlusten stabilisiert. Belastet wurde der Dollar durch enttäuschend ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt. Diese verstärkten die Spekulationen auf weitere Leitzinssenkungen. Die US-Notenbank hatte ihre jüngste Leitzinssenkung auch mit der Schwäche am Arbeitsmarkt begründet. Marktbewegende Konjunkturdaten wurden in den USA nicht veröffentlicht.

Gold strebte nach seinen jüngsten Gewinnen weiter aufwärts. Der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls rückte am Freitag um 0,21 Prozent auf 4.285 Dollar vor. In Euro gerechnet ging es ebenfalls moderat nach oben. Im Handelsverlauf sprang der Preis sogar zeitweise bis auf 4.350 Dollar und damit auf das höchste Niveau seit Mitte Oktober.

(mit Material von dpa-AFX)

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