
Nach der Stabilisierung am Vortag zeichnet sich am Freitag am deutschen Aktienmarkt wenig Bewegung ab. "Die Details zum Grönland-Deal sind an der Börse gut angekommen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Am Donnerstag hätten die Anleger wieder "im großen Stil gekauft" - mit dem höchsten Handelsumsatz in den 40 Dax-Werten in diesem Jahr.
Nun lassen es die Anleger ruhiger angehen: Eine Stunde nach Handelsstart notierte der Index 0,05 Prozent höher bei 24.867 Punkten.
Er bleibt damit zunächst klar unter dem Vortageshoch von 24.937 Punkten. Zeitweise war der Dax im Wochenverlauf bis auf fast 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben. Auslöser war eine Zolldrohung des US-Präsidenten Donald Trump, die inzwischen aber wieder vom Tisch ist.
Am Dax-Ende lagen Adidas mit gut zwei Prozent Kursminus. Die kanadische Bank RBC strich ihre positive Empfehlung für den Sportartikelhersteller. Adidas schlage sich in einem recht schwierigen globalen Marktumfeld gut, doch die Markterwartungen für 2026 seien hoch, schrieb der Analyst Piral Dadhania.
BASF verfehlte derweil mit den Eckdaten für 2025 die Erwartungen. Die Aktien lagen anderthalb Prozent im Minus, erholten sich damit aber bereits wieder vom Tagestief.
Den Dreh ins Plus schafften derweil schwach gestartete Rüstungswerte wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen am Freitag Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA über ein mögliches Kriegsende reden. Rüstungswerte reagieren üblicherweise negativ auf neue Verhandlungsansätze. Im Fokus steht aber der milliardenschwere Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam.
Er verlief sehr erfolgreich und sorgte so für eine gute Branchenstimmung. An der Dax-Spitze erzielten Siemens Energy wieder Rekorde. Die UBS vollzog eine Kehrtwende und empfahl nach bislang pessimistischer Einstufung die Aktie nun zum Kauf. Analyst Christopher Leonard liegt mit seinen operativen Ergebnisschätzungen für die Münchner bis 2030 nach eigener Aussage um bis zu 9 Prozent über dem Konsens. (mit Material von dpa-AFX)


