Dax bleibt unter 25.000 Punkte-Marke - Fielmann-Aktie legt zu

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag an seine leicht positive Tendenz der vergangenen Handelstage angeknüpft. Der Dax fiel etwa eine Stunde nach Handelsstart und notierte zuletzt circa 0,1 Prozent im Minus bei 24.909 Punkten.
Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor am Morgen gut 0,3 Prozent auf 31.722 Punkte. Auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um rund 0,2 Prozent hoch.
Vor der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed könnte am Dienstagnachmittag die Bekanntgabe der Daten zum US-Verbrauchervertrauen für Januar das Anlegerinteresse wecken.
"Andere Umfragen unter den Verbrauchern, wie das Michigan Sentiment, haben bereits eine Verbesserung angezeigt und so sollte dies auch heute der Fall sein", erwarten die Ökonomen der Helaba. "Im Hinblick auf die Fed-Politik dürfte damit keine verstärkte Spekulation auf eine Zinssenkung in den kommenden Monaten verbunden sein. Für die Sitzung in dieser Woche wird ohnehin mit unveränderten Leitzinsen gerechnet", so die Helaba.
Fielmann profitiert von Berenberg-Kaufempfehlung
Die Aktien von Fielmann haben am Dienstag gut eine Stunde nach Handelsbeginn mit einem Kurssprung auf eine Empfehlung durch die Privatbank Berenberg reagiert. Auf der Handelsplattform notierten die Papiere der Optikerkette zuletzt 2,7 Prozent über ihrem Xetra-Schluss und kosteten damit 41,45 Euro. Seit Jahresbeginn waren die Titel zuvor um mehr als sieben Prozent abgerutscht.
Berenberg nahm die Bewertung von Fielmann mit "Buy" auf und nannte ein Kursziel von 56 Euro. Trotz überlegener Margen, Kapitalrenditen und Wachstumsraten sowie der höchsten Dividendenrendite werde Fielmann derzeit nahe seines Zehnjahrestiefs und mit einem Branchenabschlag gehandelt, begründete Analyst Harrison Woodin-Lygo seine Einschätzung. Da der deutsche Markt gesättigt sei, werde das Wachstum der Optikerkette zunehmend von der internationalen Expansion angetrieben.
Vorwerk-Rally geht weiter
Die Anleger von Friedrich Vorwerk freuen sich auch am Dienstag fast eine Stunde nach Handelsstart über kräftige Kursgewinne. Die Rally zündete die nächste Stufe: Mit plus 6,3 Prozent auf 101,20 Euro nahmen die Papiere des Energieanlagenbauers Kurs auf das Rekordhoch vom Oktober bei 109,20 Euro. Binnen einer Woche haben sie sich damit um mehr als ein Drittel verteuert.
Am Vortag hatten starke Geschäftszahlen angetrieben. Diese seien für das vergangene Quartal extrem stark gewesen, kommentierte Analyst Lasse Stueben von der Berenberg Bank und erhöhte sein Kursziel von 105 auf 110 Euro weiter. Vorwerk untermauere seine starke Marktposition und Projekt-Pipeline.
(mit Material von dpa-AFX)



