Georg Buschmann

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit bekannt gegeben, den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen. Die Entscheidung war im Vorfeld des Treffen des sogenannten Offenmarkt-Ausschusses, dem Fed-Gremium, das über den Leitzins entscheidet, so erwartet worden.
Interessant an der Entscheidung ist vor allem, wie einig sich die zwölf Mitglieder des Gremiums bezüglich der Entscheidung sind. Seit im August Stephan Miran, ökonomischer Berater der Regierung von US-Präsident Donald Trump, Teil des Kommitees wurde, setzt er sich für niedrigere Zinsen ein. So auch diesmal: Er wollte eine Senkung um 25 Basispunkte, ebenso wie Christopher Waller, der als Nachfolger des im Mai als Chef abtretenden Jerome Powell gehandelt wird.
Beim Treffen im Dezember, als die Fed eine Senkung um 25 Basispunkte in die aktuell geltende Spanne beschlossen hatte, gab es sogar drei abweichende Stimmen. Zwei Mitglieder, Austan Goolsbee and Jeffrey Schmid, hatten sich gegen eine Senkung ausgesprochen. Der Trump-Vertraute Stephan Miran hatte dagegen für einen deutlicheren Zinsschritt nach unten votiert.
Trump selbst fordert öffentlich immer wieder niedrigere Zinsen und übt Druck auf die Zentralbank aus. Mitte Januar hatte für Aufsehen gesorgt, dass das Justizministerium eine Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell wegen angeblicher Falschaussagen im Zusammenhang mit Baukosten für ein Fed-Gebäude angedroht hat. Powell sieht das Manöver als politisch motiviert.
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