Altersvorsorge

Rentenlücke schließen: Mit ETF-Sparplan und Depot gezielt für die Rente vorsorgen

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Ground Picture/Shutterstock.com

Die gesetzliche Rente reicht bei vielen Menschen im Ruhestand nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Die Differenz zwischen dem, was Du später brauchst, und dem, was Du voraussichtlich bekommst, wird als Rentenlücke bezeichnet.

Wer sich frühzeitig darum kümmert, kann mit überschaubaren Beträgen gegensteuern – häufig über eine zusätzliche Altersvorsorge am Kapitalmarkt. Denn um die Rentenlücke langfristig zu schließen, führt für viele Anleger in der Regel kaum ein Weg an Kapitalmarktanlagen vorbei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Deinen gesamten erwarteten Einkünften im Ruhestand (gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge oder private Renten) und dem Einkommen, das Du später benötigst.
  • Ein ETF-Sparplan kann dazu beitragen, langfristig Vermögen aufzubauen und die Rentenlücke zu reduzieren.
  • Für ETF-Investments brauchst Du ein Depot bei einem Broker.
  • Anbieter wie Traders Place*, Scalable Capital* oder Smartbroker+* ermöglichen ETF-Sparpläne oft zu günstigen Konditionen und bieten teils Neukundenaktionen.
  • Wer früh startet, kann die Rentenlücke meist mit kleineren monatlichen Beiträgen reduzieren.

Was bedeutet Rentenlücke konkret?

Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem Einkommen, das Du im Ruhestand benötigst, und den Einkünften, die Dir später tatsächlich zur Verfügung stehen.

Wichtig: Zu diesen Einkünften zählen nicht nur Ansprüche aus der gesetzlichen Rente, sondern – falls vorhanden – auch Leistungen aus betrieblicher Altersvorsorge, privaten Rentenversicherungen sowie Riester- oder Rürup-Verträgen.

Damit Du nicht aneinander vorbeirechnest, solltest Du die Rentenlücke daher immer auf Basis Deiner gesamten erwarteten Ruhestandseinkünfte betrachten.

Rentenlücke berechnen: Diese Bausteine solltest Du berücksichtigen

Um Deine persönliche Rentenlücke realistisch einzuschätzen, solltest Du strukturiert vorgehen:

  1. Gesamte Ruhestandseinkünfte sammeln: gesetzliche Rente plus – falls vorhanden – betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen sowie Riester-/Rürup-Leistungen.
  2. Brutto vs. Netto beachten: Viele Angaben (z. B. aus der Renteninformation) sind Bruttowerte. Im Ruhestand fallen darauf – je nach persönlichem Steuersatz – Steuern sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an.
  3. Bedarf im Ruhestand schätzen: Welche monatlichen Ausgaben erwartest Du realistisch (Wohnen, Lebenshaltung, Gesundheit, Reisen)?

Die Rentenlücke ergibt sich dann als Differenz zwischen dem, was Du netto benötigst, und dem, was Dir netto voraussichtlich zufließt.

Rechenbeispiel: sehr grob zur Orientierung

Damit Du ein Gefühl für Größenordnungen bekommst, ein stark vereinfachtes Beispiel – nur auf Basis einer gesetzlichen Rente, ohne zusätzliche Bausteine wie betriebliche Altersvorsorge oder private Rentenversicherungen:

  • Erwartete gesetzliche Rente laut Renteninformation (brutto): 1.600 Euro
  • Nach Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen könnten davon beispielhaft etwa 1.350 Euro netto übrig bleiben
  • Angenommener monatlicher Bedarf im Ruhestand (netto): 2.200 Euro
  • Grobe Rentenlücke: rund 850 Euro monatlich

Hinweis: Die tatsächliche Netto-Rente hängt vom persönlichen Steuersatz ab. Zusätzliche Vorsorgebausteine können die Rentenlücke verringern.

Rentenlücke schließen: So kannst Du konkret starten

Wenn Du Deine Rentenlücke reduzieren willst, sind drei Schritte entscheidend:

  1. Renteninformation prüfen und zusätzliche Vorsorgeansprüche einbeziehen
  2. Bedarf im Ruhestand realistisch einschätzen
  3. Sparrate festlegen und langfristig investieren

Ein kompaktes Beispiel zur Orientierung: Wer heute 40 ist, ab 67 eine monatliche Rentenlücke von 850 Euro netto schließen möchte und bis 100 vorsorgen will, braucht – bei langfristig angenommenen 6 Prozent Rendite und 2 Prozent Inflation – zum Rentenstart rund 191.000 Euro Kapital. Dafür wären über die nächsten 27 Jahre etwa 335 Euro monatlich in einem ETF-Sparplan nötig.

Wichtig: Solche Rechnungen sind stark vereinfacht und hängen in der Praxis unter anderem von Steuern, Kosten und zusätzlichen Rentenbausteinen ab.

Entscheidend ist dabei vor allem, ein Depot zu wählen, über das ETF-Sparpläne kostengünstig und unkompliziert möglich sind.

Rentenlücke schließen mit ETF-Sparplan: So funktioniert es

Ein ETF-Sparplan kann dabei einen Beitrag leisten, die Rentenlücke langfristig zu schließen und Vermögen für die Altersvorsorge aufzubauen. Dabei kommen oft breit gestreute ETFs infrage, die weltweit investieren, zum Beispiel ein iShares ETF auf den MSCI World oder ein Vanguard ETF auf den FTSE All-World.

Depots für ETF-Sparpläne: Diese Anbieter bieten günstige Konditionen

Wer einen ETF-Sparplan einrichten möchte, sollte vor allem auf niedrige Kosten und eine einfache Umsetzung achten. Viele Broker bieten ETF-Sparpläne heute bereits ohne Ausführungsgebühr an – teilweise auch mit zeitlich begrenzten Neukundenaktionen.

Traders Place: ETF-Sparpläne ohne Gebühren und Bonus für Neukunden

Traders Place* bietet ein Depot ohne laufende Depotführungsgebühr. ETF-Sparpläne können dort ebenfalls gebührenfrei ausgeführt werden. Aktuell gibt es zudem einen ETF-Bonus von 60 Euro für Neukunden (Stand: Februar 2026).

Scalable Capital: ETF-Sparpläne ab 0 Euro Ausführungsgebühr

Auch Scalable Capital* zählt zu den bekannten Anbietern für ETF-Sparer. Das Depot ist kostenlos, viele ETF-Sparpläne lassen sich ebenfalls ohne Ausführungsgebühr einrichten – besonders für Anleger, die langfristig regelmäßig investieren möchten.

Smartbroker+: Depot mit ETF-Sparplan und Startaktion

Smartbroker+* bietet ebenfalls eine kostenlose Depotführung sowie gebührenfreie ETF-Sparpläne. Zusätzlich gibt es bei Aktionen für Neukunden teils einen kleinen Startbonus – Aktuell gibt's für Neukunden 15 Euro in Form eines ETF-Anteils.

Hinweis: Konditionen und Bonusaktionen können sich ändern. Ein Blick auf die aktuellen Bedingungen des jeweiligen Brokers lohnt sich vor dem Depotabschluss.

Weitere Broker vergleichen 

Du willst prüfen, welcher Broker am besten zu Deinem ETF-Sparplan passt? Im Brokervergleich auf onvista kannst Du Anbieter schnell nach Kosten, Sparplan-Konditionen und Leistungen gegenüberstellen – und direkt den passenden Broker finden.

Fazit: Rentenlücke früh angehen und Altersvorsorge aktiv gestalten

Die Rentenlücke ist für viele ein realistisches Thema. Wer sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen will, kann mit einem ETF-Sparplan frühzeitig beginnen, Vermögen für den Ruhestand aufzubauen.

Ein passendes Depot mit günstigen Konditionen ist dabei der praktische erste Schritt, um die eigene Altersvorsorge konkret umzusetzen.

* *Hinweis: onvista wird vergütet, wenn du über den Link hinter dem *) ein Depot bei dem betreffenden Broker eröffnest ("Affiliate-Link").

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