Quartalszahlen

Nvidia-Rivale AMD gibt nach Rekordquartal vorsichtigen Ausblick - Aktie fällt

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: sdx15/Shutterstock.com

Der Chiphersteller AMD hat am Dienstagabend Zahlen verkündet und dabei die Erwartungen des Marktes klar übertroffen. Trotzdem rutschte die Aktie nachbörslich deutlich ins Minus.

Von Oktober bis Dezember setzte AMD 10,3 Milliarden US-Dollar um, so viel wie nie zuvor in einem Quartal. Unterm Strich blieben davon je Aktie 1,53 Dollar Gewinn. In beiden Metriken toppte AMD die Erwartungen damit klar. Analysten hatten mit Umsätzen von 9,7 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 1,32 Dollar gerechnet. Im Vorjahresquartal hatte AMD 7,6 Milliarden Dollar erlöst, je Aktie blieben damals 1,09 Dollar Gewinn.

Trotz dieser Zahlen sank die Aktie im nachbörslichen Handel deutlich ab. Zuletzt verlor sie rund fünf Prozent, nachdem sie im regulären Handel bereits 1,7 Prozent nachgegeben hatte. Ein Grund hierfür könnte der vorsichtige Ausblick sein. Für das laufende Quartal rechnet AMD nur noch mit 9,8 Milliarden Dollar Umsatz und gab damit eine bessere Prognose ab, als es Analysten erwartet hatten. Nichtsdestotrotz entsprächen diese Einnahmen einem Rückgang im Quartalsvergleich um fünf Prozent.

Dass die Anleger die Aktie trotz guter Zahlen verkaufen, könnte in den kommenden Tagen nachwirken. AMD ist einer der größeren Zulieferer im Rennen um mehr KI-Rechenkraft. Die verhaltene Sicht des Konzerns auf die nächsten Monate könnte erneut die Skepsis rund um die milliardenschweren Investitionen in KI schüren.

AMD überholt Nvidia - auf kurze Sicht

Als KI-Profiteur blieb AMD lange Zeit im Schatten des Rivalen Nvidia. Schon vor dem Boom für KI-Prozessoren konkurrierten die Konzerne im Markt für Grafikkarten miteinander. Schon zu dieser Zeit war AMD stets nur die Nummer Zwei hinter Nvidia.

Zuletzt überflügelte AMD, knapp 400 Milliarden Dollar Börsenwert, den weitaus größeren Rivalen. Auf Sicht von zwölf Monaten legte die AMD-Aktie 111 Prozent zu, Nvidia nur 59 Prozent. Im längerfristigen Vergleich steht Nvidia aber weitaus besser da. 

Vor allem die Ankündigung einer Partnerschaft mit OpenAI, dem Macher von ChatGPT, beflügelte die Aktie ab dem Schlussquartal 2025. Der Deal sieht vor, dass OpenAI AMD-Chips mit einer Rechenkapazität von sechs Gigawatt nutzt. Zugleich investierte OpenAI in AMD.

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