Gewerkschaft will Stellenabbau bei DB Cargo abmildern

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Sanierung des Güterverkehrs

Berlin (dpa) - Der Chef der kriselnden Bahn-Güterverkehrstochter DB Cargo, Bernhard Osburg, will knapp die Hälfte der rund 14.000 Stellen in Deutschland abbauen - und ruft damit den Widerstand der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hervor.

Zwar unterstütze die Gewerkschaft das kürzlich vorgestellte Sanierungskonzept Osburgs für den schwer angeschlagenen Konzern im Grundsatz, sagte EVG-Vizechefin Cosima Ingenschay. «Cargo muss effizienter werden, aber so ein massiver Stellenabbau ist mit uns nicht zu machen.»

EVG will hart um die Arbeitsplätze kämpfen

Die Gewerkschaft werde Alternativen entwickeln und wolle dafür auch den Vorstand in die Pflicht nehmen. Die EVG werde hart um die Arbeitsplätze kämpfen. «Mit einer Mannschaft von dann nur noch 8.000 Leuten Marktführer im europäischen Schienengüterverkehr zu bleiben, ist nicht vorstellbar», betonte Ingenschay.

Die Betriebsräte würden in den nun anstehenden Verhandlungen über das Konzept alles daran setzen, den Personalabbau abzumildern. Osburgs Strategie sei auf Wachstum ausgelegt. Hierfür brauche es ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagte Ingenschay.

Osburg, der im Oktober die Leitung bei DB Cargo übernommen hatte, will den Konzern stärker auf europäische Verkehre ausrichten und bis 2030 rund eine Milliarde Euro einsparen.

Am defizitären Einzelwagenverkehr hält er fest, will diesen aber an vier Haupt- und fünf Nebenstandorten bündeln. Bei dieser Güterverkehrsart werden einzelne Waggons bei Industriekunden abgeholt und an Rangierbahnhöfen zu langen Zügen zusammengestellt. Am Ziel werden sie dann wieder auseinandergenommen.

Die EVG begrüße Osburgs Bekenntnis zum Einzelwagenverkehr, sagte Ingenschay. Eine Industrienation wie Deutschland sei auf diesen auch mit Blick auf die Klimaziele angewiesen.

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