
Die deutschen Aktienanleger reagieren am Montag ein wenig angespannt auf die neueste Zolldrohung des US-Präsidenten - auch wenn Donald Trumps Zollpolitik vor dem obersten US-Gericht kurz vor dem Wochenende eine Abfuhr erhalten hatte. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex gut eine Stunde vor dem regulären Xetra-Auftakt rund 0,3 Prozent tiefer auf 25.127 Punkte. Am Freitag war der Dax zeitweise bis auf 25.331 Punkte geklettert und hatte damit einen neuerlichen Höchstsand seit Mitte Januar erreicht.
Damit schien eine Rückkehr an sein damaliges Rekordhoch bei gut 25.507 Punkten nur noch eine Frage von Tagen. Nun gehen die Anleger doch wieder in die Defensive. Denn zur drohenden militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran gesellen sich zur Unzeit wieder einmal Zollsorgen. In einem historischen Urteil untersagte der Supreme Court am Freitag dem US-Präsidenten, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er Jahren Zölle gegen viele Länder zu verhängen. Trump kündigte aber an, andere Wege zu nutzen, um seine Zölle weiterhin durchzusetzen.
USA: Gewinne
Vergleichsweise gelassen haben die Investoren vor dem Wochenende auf die Entwicklungen in Sachen Straf- und Importzölle der USA reagiert. Nachdem der Oberste Gerichtshof diese kassiert hatte, kündigte Präsident Donald Trump umgehend neue, andere Maßnahmen an.
Den US-Leitindex Dow Jones Industrial brachte dies nicht stärker in Bewegung, er schloss mit einem Aufschlag von 0,47 Prozent auf 49.625,97 Punkte. Die verkürzte Börsenwoche brachte dem Index ein moderates Plus ein, der Dow konsolidiert weiterhin unter der Marke von 50.000 Punkten. Der marktbreite S&P 500 stieg am Freitag um 0,69 Prozent auf 6.909,51 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 gewann 0,87 Prozent auf 25.012,62 Zähler.
Asien: Verluste
Investoren in Asien haben die jüngsten Entwicklungen in der US-Zollpolitik am Montag gelassen aufgenommen. Gleichwohl hatten einige der wichtigsten Märkte keine Gelegenheit zu reagieren, weil in China und Japan nicht gehandelt wurde. In Südkorea reagierten die Anleger aber gelassen, der Leitindex Kospi - mit Werten wie Samsung schon länger ein Profiteur des KI-Booms - schaffte sogar ein weiteres Rekordhoch.
Moderate Verluste gab es hingegen in Australien. In einem historischen Urteil hatte der US Supreme Court am Freitag dem US-Präsidenten Donald Trump untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er Jahren Zölle gegen viele Länder zu verhängen. Trump kündigte aber an, andere Wege zu nutzen, um seine Zölle weiterhin durchzusetzen.
Anleihen:
Devisen:
Rohöl:
Umstufungen von Aktien:
GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR COMMERZBANK AUF 39 (35,10) EUR - 'NEUTRAL'
GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR BMW AUF 105 (112) EUR - 'BUY'
GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR MERCEDES-BENZ AUF 69 (71) EUR - 'BUY'
JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR AIRBUS AUF 225 (240) EUR - 'OVERWEIGHT'
JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR AIRBUS AUF 195 (215) EUR - 'HOLD'
SANTANDER SENKT HOCHTIEF AUF 'NEUTRAL' (OUTPERFORM) - ZIEL 324 (300) EUR
Redaktion onvista/dpa-AFX

