Bewertung von 730 Milliarden Dollar

OpenAI beschließt Milliarden-Finanzierungsrunde – Amazon und Nvidia dabei

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Artikel teilen:
Quelle: Ascannio/Shutterstock.com

Der wohl bekannteste KI-Anbieter OpenAI hat seine jüngste Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt sammelte der Macher von ChatGPT dabei 110 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital ein. Darüber berichtete zunächst die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Abzüglich des nunmehr eingeholten Kapitals wird OpenAI mit 730 Milliarden Dollar bewertet. Der Konzern ist noch in privater Hand, es gibt allerdings Pläne für einen eventuellen Börsengang, wie Reuters erst am Donnerstag berichtete.

Amazon steuert das meiste Kapital zu

Größter Kapitalgeber in dieser Runde war Amazon, mit einem Investment von 50 Milliarden US-Dollar. Außerdem investierten laut OpenAI der japanische Konzern Softbank sowie der Chiphersteller Nvidia jeweils 30 Milliarden Dollar.

Darüber hinaus wollen OpenAI und Amazon die Zusammenarbeit vertiefen. So werde OpenAI von Amazon entwickelte KI-Chips nutzen, und außerdem über die kommenden acht Jahre insgesamt 100 Milliarden Dollar in Amazons Cloud-Sparte AWS investieren.

Sowohl OpenAI und der Wettbewerber Anthropic buhlen immer härter um neue Investments, teilweise überlappen sich die Geldgeber dabei. So investierten Nvidia wie auch Microsoft in die jüngste Finanzierungsrunde Anthropics. Microsoft war zuvor exklusiver Partner OpenAIs bei der für KI benötigten Datenzentrums-Infrastruktur.

Anthorpic kommt derzeit auf eine Bewertung von 380 Milliarden Dollar, und bietet das KI-Modell Claude an. Neue Claude-Anwendungen im Bereich der Software-Entwicklung und spezieller Dienstleistungen wirbelten den Markt zuletzt kräftig durch.

Zweifel über milliardenschweren Ausbau und zirkuläre Deals

Die Sorge der Investoren: Etablierte Geschäftsmodelle, vor allem bei Unternehmenssoftware, könnten durch KI-Werkzeuge von Anbietern wie Anthropic obsolet werden. Daher litten vor allem die Kurse von Konzernen wie Adobe, Oracle und SAP.

Zugleich wachsen am Markt seit geraumer Zeit Zweifel, ob sich die gigantischen KI-Investitionen mittelfristig rentieren. Konzerne wie Alphabet oder Amazon haben jeweils Kapitalausgaben von grob 200 Milliarden Dollar angekündigt – allein für 2026.

Zusätzlich besorgt die Anleger die zirkuläre Natur vieler Abkommen: So investiert der Ausrüster Nvidia in OpenAI, während der KI-Anbieter die Chips von Nvidia kaufen will. Derartige Deals sollen sicherstellen, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur finanziert werden kann, allerdings besteht das Risiko, dass über diese Verflechtungen Verluste innerhalb des KI-Ökosystems schnell auf alle involvierten Übernehmen überschwappen.

App im Test
Bison: Die beste Krypto-App für Einsteiger?
g​n​u​b​r​e​W
gestern · 06:27 Uhr · onvista
BISON
Mehr als nur Streaming
Netflix im Check: Transformation zur Cashmaschine?10.04.2026 · 15:30 Uhr · onvista
onvista-Chefanalyst Martin Goersch
Chartzeit Eilmeldung
Ein Mag7-Mitglied und die größte Wette der Unternehmensgeschichte10.04.2026 · 15:28 Uhr · onvista
Ein Mag7-Mitglied und die größte Wette der Unternehmensgeschichte
Miserables erstes Quartal
Sind Software-Aktien jetzt günstig genug, um einzusteigen?10.04.2026 · 12:00 Uhr · onvista
Der Eingang der Nasdaq in New York.
Premium-Beiträge
Miserables erstes Quartal
Sind Software-Aktien jetzt günstig genug, um einzusteigen?10. Apr. · onvista
So reagieren die Märkte
Fünf Grafiken zum Waffenstillstand im Iran-Krieg08. Apr. · onvista