Keine Sorge

Weltgrößer Ölimporteur China sieht sich gewappnet für Iran-Ausfälle

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: crystal51/Shutterstock.com

Peking, 02. ⁠Mrz (Reuters) - China sieht sich für kurzfristige Lieferausfälle durch den israelisch-amerikanischen Krieg gegen seinen wichtigen Öllieferanten Iran gerüstet. Grund dafür sind Händlern zufolge jüngste Rekordlieferungen von iranischem und russischem Rohöl sowie die hohe staatliche Bevorratung. "Der Markt ist nervös, und ‌die Lage kann sich von Tag zu Tag ändern", räumte ein Händler einer großen unabhängigen Raffinerie am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zugleich ⁠ein. China ⁠ist der weltgrößte Ölimporteur. Die dortigen Raffinerien sind der Hauptmarkt für iranisches Öl, das wegen der US-Sanktionen mit hohem Abschlag gehandelt wird.

Sorgen über die anstehenden Lieferungen für März und April gebe es kaum, sagte ein Händler. Es seien reichlich russisches Öl und iranisches Öl in Rekordmengen auf dem ‌Seeweg verfügbar. Die auf Tanker-Bewegungen spezialisierte Analysefirma ‌Kpler bezifferte die im Februar verladene iranische Ölmenge auf 2,15 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Dies sei der höchste Stand seit Juli 2018.

Einige Händler erwarten zudem, ⁠dass die Preisabschläge für iranisches Rohöl angesichts der erwarteten Angebotsverknappung geringer ausfallen ‌werden. Ein Händler verwies auf ein ⁠Angebot, das bei einem Abschlag von etwa neun Dollar pro Barrel gegenüber der Nordseesorte Brent lag - verglichen mit elf Dollar in der Vorwoche. "Die reichlichen russischen und iranischen Lieferungen bedeuten, dass die unabhängigen Raffinerien ‌kurzfristig wahrscheinlich nicht auf den allgemeinen ⁠Markt ausweichen werden", sagte Emma Li, ⁠China-Analystin bei Vortexa.

Die Regierung in Peking hat die Ölvorräte zuletzt aufgestockt. Schätzungen der Analysefirma Vortexa und von Händlern zufolge sind die staatlich kontrollierten Lager mit rund 900 Millionen Barrel gefüllt. Dies entspricht den Importen von 78 Tagen. Am Markt wird zudem darüber spekuliert, dass die iranischen Lieferungen von der Sanktionsliste Washingtons gestrichen werden könnten, sollte die Militäraktion dazu führen, dass die USA die Kontrolle über die iranischen Ölexporte übernehmen.

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