Dax fällt unter 23.900 Punkte - Beiersdorf verliert zweistellig

Die andauernden Kampfhandlungen im Nahen Osten haben die weltweiten Börsen auch am Dienstag belastet. Auf Kursverluste an den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten folgten neuerliche Einbußen an Europas Märkten im frühen Handel. Und auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren dabei Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.
Der Dax fiel circa eine Stunde nach Handelsstart um circa 2,6 Prozent auf 23.900 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab zuletzt um 2,3 Prozent auf 30.151 Zähler nach, vermied aber ein Abrutschen unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 verlor etwa 2,2 Prozent.
Beiersdorf mit Kursrutsch - Schwacher Ausblick
Bei Beiersdorf müssen sich Anleger am Dienstag in einem weiterhin vom Iran-Krieg geprägten Umfeld auf besonders hohe Kursverluste einstellen.
Etwa eine Stunde nach Handelsstart verzeichnete die Aktie auf Xetra ein Minus von etwa 14,1 Prozent. Der Konsumgüter- und Klebstoffkonzern plant für das laufende Jahr kaum mit Wachstum. Erstmals seit einem Monat dürfte die Aktie wieder unter die 100-Euro-Marke sacken.
2026 sei von einem "flachen bis leicht wachsenden organischen Umsatz" und einer operativen Umsatzrendite gemessen am Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ohne Sondereffekte "leicht unter" dem Vorjahresniveau auszugehen, teilte Beiersdorf am Vorabend mit. Callum Elliott von Bernstein Research schrieb, um den Ausblick werde es Diskussionen geben, ob er konservativ oder schlicht enttäuschend sei.
Cedric Besnard von der Citigroup nannte als Gründe eine schwierige Marktlage und eine damit einhergehende Neuausrichtung der Hautpflege-Kernmarke Nivea. Den Korrekturbedarf beim Analystenkonsens bezifferte er auf drei bis vier Prozent, während David Hayes von Jefferies diesen bei etwa fünf Prozent sieht.
(mit Material von dpa-AFX)


