Umfrage: Mehrheit der Unternehmen mit Arbeitszeiterfassung

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Arbeitswelt

Berlin (dpa) - Drei von vier Unternehmen in Deutschland erfassen einer Umfrage zufolge inzwischen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter. 74 Prozent der Betriebe ab 20 Beschäftigten haben demnach Zeiterfassungssysteme, ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, wie dieser . Das seien 44 Prozentpunkte mehr als 2022. Damals hatte das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass in Deutschland eine Pflicht zur Arbeitszeiterfassung besteht.

Die Unternehmen, die Arbeitszeit bereits erfassen, setzen den Angaben zufolge vor allem auf elektronische Systeme am Computer (31 Prozent), weitere 18 Prozent nutzten eine Smartphone-App, 24 Prozent stationäre Zeiterfassungssysteme zum Beispiel mit einem Chip oder Transponder. Genutzt würden auch Excel-Tabellen, handschriftliche Stundenzettel und auch noch die klassische Stempel- oder Stechuhr.

Bitkom forderte mit Blick auf neue Arbeitsmodelle flexible gesetzliche Regelungen zur Arbeitszeit. In vielen Berufen gebe es keine klare Trennlinie zwischen beruflichen und privaten Tätigkeiten, etwa bei der Nutzung sozialer Medien, der Pflege des persönlichen Online-Netzwerks oder thematischen Recherchen, sagte Präsident Ralf Wintergerst. Der Verband spricht sich für eine Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit aus.

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