Schweizer Börse geht nach US-Arbeitsmarktdaten die Puste aus

Ein unerwarteter Stellenrückgang in der US-Privatwirtschaft hat die Anleger an der Schweizer Börse am Mittwoch verunsichert und anfängliche Kursgewinne zu einem guten Teil wieder egalisiert.
Der Standardwerteindex SMI notierte rund eine halbe Stunde vor Handelsschluss noch um 0,2 Prozent höher bei 11.981 Punkten, nachdem er zuvor zeitweise bis auf 12.014 Zähler geklettert war. Die US-Unternehmen haben einer Umfrage zufolge im Juni überraschend Stellen gestrichen. In der Privatwirtschaft gingen 33.000 Jobs verloren, nach dem Aufbau von revidiert 29.000 Stellen im Mai. Am Donnerstag steht der amtliche Arbeitsmarktbericht an.
Die 21 Bluechips lagen mehrheitlich im Minus. Ans Ende des SMI rutschte die Zurich Insurance Group: Die Aktien des Versicherers sanken nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs um 1,7 Prozent. Auch die beiden anderen Branchenvertreter Swiss Re und Swiss Life verloren mit 0,9 und 0,8 Prozent merklich an Wert. Ebenso ließen die Investoren die Finger von konjunktursensitiven Unternehmen wie dem Sanitärtechnikkonzern Geberit und dem Duft- und Aromenhersteller Givaudan.
Zu den Gewinnern gehörte die UBS nach dem Start eines bis zu zwei Milliarden Dollar schweren Aktienrückkaufprogramms: Die Anteile der Großbank stiegen um 2,8 Prozent.
Am breiten Markt sorgte eine Forschungs- und Lizenzvereinbarung bei BioVersys für Schub. Die Anteile der Biotechfirma kletterten um 3,8 Prozent auf 35,90 Franken, verharrten damit allerdings unter dem Ausgabepreis von 36 Franken beim Börsengang im Februar.



