Dax Tagesrückblick 16.07.2025

Dax sinkt erneut - Renault-Aktie bricht um mehr als 18 Prozent ein

onvista · Uhr
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Quelle: Adobe Stock/Mediaparts

Der Dax hat am Mittwoch zum fünften Mal in Folge nachgegeben. Inflationssignale aus den USA konnten den deutschen Leitindex nur zwischenzeitlich stützen. Gegen Handelsende sorgten neuerliche Spekulationen über eine Entlassung des US-Notenbankchefs Jerome Powell für Nervosität unter den Anlegern. Das Börsenbarometer fiel am Ende um 0,21 Prozent auf 24.009 Punkte.

Der MDax der mittelgroßen Börsentitel büßte 1,17 Prozent auf 30.721 Zähler ein.

Die Erzeugerpreise stiegen in den USA im Juni auf Jahressicht um 2,3 Prozent und damit weniger als erwartet. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, sank ebenfalls stärker als prognostiziert. Nachdem am Dienstag US-Verbraucherpreisdaten noch Inflationsdruck signalisiert hatten, sorgten die Daten vom Mittwoch zwischenzeitlich für etwas Entspannung bei Anlegern.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Aktuell wird am Markt damit gerechnet, dass die Fed die Leitzinsen in diesem Jahr zumindest noch einmal senken könnte. Dies würde Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren ein Stück weit attraktiver machen.

Warnsignale
Abseits des Zoll-Zoffs braut sich etwas an den Märkten zusammen16.07.2025 · 13:00 Uhr · onvista
Eine Flagge vor der Börse in New York.

Derweil reißen die Nachrichten zum Thema Zölle nicht ab. Im Konflikt zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) gibt es nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Fortschritte. Details nannte der US-Präsident nicht. Anleger achteten aber mehr auf die tatsächlichen Auswirkungen der Zölle als auf die Rhetorik, sagten Börsianer.

Gewinnwarnung: Renault-Aktie bricht um mehr als 18 Prozent ein

Eine Gewinnwarnung von Renault belastete am Mittwoch auch die Volkswagen-Aktie sowie die Vorzüge mit minus 3,9 beziehungsweise 3,7 Prozent. Die Aktien des Premiumherstellers BMW verzeichneten einen Verlust von circa 0,7 Prozent und die Wertpapiere von Mercedes-Benz ein Minus von circa 1,9 Prozent. Renault brachen an der Pariser Börse um etwa 18,5 Prozent ein.

Die Reißleine zogen Anleger auch bei den Papieren von Fuchs. Eine Gewinnwarnung des Herstellers von Schmierstoffen zog einen Kurseinbruch von knapp als 10,3 Prozent nach sich - die Vorzugsaktie brach um fast 12,9 Prozent ein. Auch andere Chemiewerte wie BASF, Lanxess und Wacker Chemie verloren bis zu 5,6 Prozent.

Deutsche Bank profitiert von Geschäftszahlen der US-Banken

An die Spitze des Dax setzten sich Deutsche Bank mit einem Aufschlag von knapp 0,8 Prozent. Sie profitierten von überraschend guten Geschäftszahlen der US-Häuser Bank of America und Goldman Sachs.

Die Aktien des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S fielen um knapp 2,9 Prozent. Die Baader Bank riet hier zum Reduzieren der Aktien im Portfolio. Im SDax setzten die Papiere von Friedrich Vorwerk ihre Rally derweil fort.

(mit Material von dpa-AFX)

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