Tesla verbucht dank Steuergutschrift Rekordumsatz

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(Reuters) - Tesla hat im dritten Quartal dank eines Ansturms von Käufern vor dem Auslaufen einer US-Steuergutschrift einen Rekordumsatz erzielt, die Gewinnerwartungen der Analysten jedoch verfehlt.

Der Umsatz des in Austin im US-Bundesstaat Texas ansässigen Elektroautobauers belief sich auf 28,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit 26,37 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn pro Aktie lag mit 50 Cent jedoch unter den Schätzungen von 55 Cent. Die Bruttomarge übertraf mit 18 Prozent die Erwartungen von 17,5 Prozent. Die Tesla-Aktie gab im nachbörslichen Handel um weniger als ein Prozent nach.

Eine Prognose für das Gesamtjahr gab Tesla nicht ab. Man sei mit kurzfristiger Unsicherheit durch veränderte Handels-, Zoll- und Fiskalpolitik konfrontiert, konzentriere sich aber auf langfristiges Wachstum, teilte das Unternehmen mit. Der Ansturm auf die Fahrzeuge war durch das Auslaufen einer Steuergutschrift von 7500 Dollar Ende September ausgelöst worden. Um das Volumenwachstum aufrechtzuerhalten, hat Tesla Anfang des Monats günstigere "Standard"-Varianten der Modelle Y und 3 eingeführt.

Analysten warnten jedoch, dass dieser Schritt die Margen unter Druck setzen dürfte, da Kostensenkungen die niedrigeren Verkaufspreise möglicherweise nicht vollständig ausgleichen können. Für das Gesamtjahr 2025 rechnen sie wegen des Wegfalls der Steuergutschrift, der Abhängigkeit von älteren Modellen und der zunehmenden Konkurrenz mit einem Rückgang der Auslieferungen um 8,5 Prozent. Zudem dürfte der bislang lukrative Verkauf von Emissionszertifikaten an andere Autobauer künftig deutlich weniger Geld einbringen. Auch die Hinwendung von Firmenchef Elon Musk zu rechtsgerichteter Politik hat einige potenzielle Käufer verprellt.

(Bericht von Akash Sriram und Abhirup Roy, geschrieben von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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