
Nach dem Rücksetzer vom Freitag ist die Börsenampel am deutschen Aktienmarkt zum Auftakt der letzten vollen Vorweihnachtswoche wieder auf Grün gesprungen. Der Dax stieg etwa eine Stunde nach Handelsstart um circa 0,4 Prozent auf 24.277 Punkte und bestätigte damit seinen Aufwärtstrend der vergangenen drei Wochen. Nach unten bleiben die Blicke auf die 24.000-Punkte-Marke gerichtet, nach oben auf den Oktober-Rekord von 24.771 Zählern.
Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Montagmorgen knapp 0,4 Prozent auf 30.086 Zähler. Der EuroStoxx 50 rückte um gut 0,3 Prozent auf 5.747 Punkte vor und steuert ebenfalls wieder auf seine Bestmarke zu. Diese hatte der Leitindex der Euroregion Mitte November bei 5.818 Punkten erreicht.
Rüstungswerte schwach - USA bei Ukraine-Gesprächen
Aktien deutscher Rüstungskonzerne dürften am Montag mit Kursverlusten an ihre jüngste Richtungssuche anknüpfen. Für die Aktien von Rheinmetall, die am Freitag nach davor zwei schwachen Tagen wieder etwas angezogen hatten, ging es fast eine Stunde nach Handelsbeginn auf der Plattform Xetra nun wieder um etwa 2,2 Prozent bergab
Im MDax sanken Hensoldt und Renk um etwa 0,3 bis 1,9 Prozent. Die Titel von TKMS fielen außerdem um 2,7 Prozent.
Anleger schauen bei Rüstungswerten seit Wochen schon kritisch auf das diplomatische Ringen um ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs, das am Montag auf höchster Ebene weiter geht.
In Berlin beteiligt ist neben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auch eine vom Sondergesandten Steve Witkoff angeführte US-Delegation. Die US-Seite hatte sich am Sonntagabend nach mehrstündigen Gesprächen mit der ukrainischen Delegation im Kanzleramt positiv geäußert. Es seien "viele Fortschritte" erzielt worden, schrieb Witkoff auf der Plattform X.
Redcare vorbörslich schwächer - DM-Konkurrenz wohl ab Dienstag
Die näher rückende Konkurrenz durch die Drogeriekette DM zeigt am Montag gut eine Stunde nach Handelsbeginn keine Auswirkungen auf die Aktien der Online-Apotheke Redcare Pharmacy. Die Papiere legen stattdessen um rund ein Prozent zu.
Am Markt wurde auf Berichte verwiesen, DM wolle schon ab Dienstag rezeptfreie Medikamente aus Tschechien versenden. Davon berichtete das "Handelsblatt" nach einem Interview mit DM-Chef Christoph Werner.
Das Thema DM-Konkurrenz hat in den vergangenen Monaten schon mächtig auf dem Redcare-Kurs gelastet. Wurden die Aktien vor einem Jahr wegen Fantasie für E-Rezepte noch mit gut 170 Euro auf einem Hoch seit 2021 gehandelt, ist seitdem Ernüchterung eingekehrt. Mittlerweile der 60-Euro-Marke nahe, hat sich der Kurs seither fast gedrittelt, auch wegen der Perspektive der DM-Konkurrenz.
"Die DM-Story ist bekannt, aber der tatsächliche Markteintritt könnte den Aktienkurs von Redcare unter Druck halten", sagte am Morgen ein Händler. Ähnliches gilt für den Konkurrenten DocMorris, dessen Aktien in Zürich gehandelt werden.
(mit Material von dpa-AFX)

