Energiekonzern

RWE holt US-Investor KKR für zwei britische Windparks an Bord

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Der Energiekonzern RWE macht bei zwei seiner milliardenschweren Windpark-Projekten in Großbritannien mit dem US-Investor KKR gemeinsame Sache.

RWE verkaufe eine Beteiligung von 50 Prozent an den Nordsee-Projekten Norfolk Vanguard East und West an KKR, wie der ⁠Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. ‍Über finanzielle Details der Transaktion, die im Sommer zum Abschluss kommen soll, wurde Stillschweigen vereinbart. RWE hatte sich die Projekte im Rahmen einer Auktion für erneuerbare Energien in Großbritannien gesichert.

Die ‌Aktie von Deutschlands größtem Versorger stieg daraufhin um bis zu 3,5 Prozent auf den höchsten Stand seit fast 15 Jahren. RWE werde als großer ‍Profiteur der siebten Ausschreibungsrunde gesehen, sagte ein Händler. Zusammen mit dem britischen Versorger SSE gehört RWE zu den Projektentwicklern, die garantierte Strompreisverträge gewannen.

RWE erhält Zuschlag für fünf Windparkprojekte

Bei der Auktion waren den Angaben der britischen Regierung zufolge Verträge für Projekte mit einer Kapazität von 8,4 Gigawatt (GW) vergeben worden. Dies reiche aus, um rund zwölf Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen, hieß es. Die Offshore-Windkraft ist ein zentraler Baustein in ‍den Plänen der Regierung, den britischen Stromsektor bis 2030 weitgehend zu ⁠dekarbonisieren. "Dies ist ein monumentaler Schritt hin zu sauberer Energie bis 2030", sagte Energieminister Ed Miliband.

Bei der Auktion erhielt RWE den Zuschlag nicht nur für Norfolk Vanguard East und West sondern auch für die zwei RWE-Dogger-Bank-South-Projekte und das RWE-Projekt Awel ‍y Môr in der Irischen See. RWE-Chef Markus Krebber betonte: "Wir freuen uns sehr, dass wir in der jüngsten britischen Offshore-Windauktion langfristige Abnahmeverträge für fünf Projekte sichern ⁠konnten."

RWE und KKR machen bei zwei Projekten gemeinsame Sache

RWE und KKR wollen die beiden Nordsee-Windparks gemeinsam entwickeln, bauen und betreiben. KKR teilte mit, für die Windparks seien bis zur Inbetriebnahme in den Jahren 2029 und 2030 insgesamt mehr als 15 Milliarden Dollar an Entwicklungs- und Investitionskosten erforderlich. "Diese Investition ‍unterstreicht unsere Überzeugung von der langfristigen Bedeutung erneuerbarer Energien ‌in Großbritannien", erklärte Vincent Policard, Co-Leiter des Bereichs Europäische Infrastruktur bei KKR. Die Offshore-Windkraft werde eine zentrale Rolle bei der Energiewende des Landes spielen.

Für RWE ist es nicht der erste Verkauf von Anteilen an Windparks. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bereits 49 Prozent an zwei Projekten in Dänemark und Deutschland für 1,4 Milliarden Euro an den norwegischen Staatsfonds veräußert. Solche Partnerschaften, auch "Farming Down" genannt, sind in der Branche üblich, um die hohen Kosten für große Offshore-Projekte zu teilen. KKR hat nach eigenen Angaben seit 2011 weltweit mehr als 31 Milliarden Dollar in die Energiewende investiert, unter anderem in den deutschen Projektentwickler Encavis. Beide Parteien ⁠wollen zudem Möglichkeiten für eine erweiterte Zusammenarbeit bei weiteren Projekten prüfen.

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