EUR/USD Wochenausblick 19.01.2026

Geopolitik bewegt den Dollar: Wird das Grönland-Problem in Davos gelöst?

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Quelle: CeltStudio/Shutterstock.com

Der Eurokurs in Dollar drehte nach dem Anstieg zu Beginn voriger Woche am im Wochenausblick angesprochenen Widerstand um 1,17 Dollar wieder gen Süden ab und wurde im weiteren Wochenverlauf stetig abverkauft. Dabei setzte das Währungspaar bis an die 1,16er Marke zurück. Was steht in der bevorstehenden Handelswoche an?

Ausblick:

Höhepunkt der bevorstehenden Handelswoche auf dem Wirtschaftsdatenkalender dürften die Inflationsdaten aus den USA werden. Am Donnerstagnachmittag um 14:30 Uhr stehen mit dem PCE-Preisindex wichtige Daten für die US-Notenbank auf dem Kalender. Thema Nummer eins ist jedoch aktuell der am Wochenende erneut aufgeflammte Zollstreit zwischen den USA und der EU. Im Zentrum steht dabei die Insel Grönland, auf die es US-Präsident Donald Trump abgesehen hat. Zudem beginnt heute das alljährliche World Economic Forum in Davos im Schweizer Kanton Graubünden.

Kommentar
Zoll-Streit abgehakt? Wir haben uns zu früh gefreut19.01.2026 · 11:30 Uhr · onvista
Zoll-Streit abgehakt? Wir haben uns zu früh gefreut

Auf dieser Veranstaltung gibt es am Mittwochvormittag eine Rede von EZB-Chefin Christine Lagarde. Spannender dürfte allerdings der am Mittwochnachmittag avisierte Redebeitrag von Donald Trump in Davos werden. Hier könnte es Hinweise geben, wie das Grönland-Problem gelöst werden kann.

Zum Wochenabschluss gibt es dann am Freitag noch die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (Details unten). Auf Grund der aktuellen Gemengelage dürfte es erneut eine interessante Handelswoche werden am Devisenmarkt.

Charttechnischer Ausblick:

Ein Blick auf den unten stehenden 4-Stundenchart des Währungspaars zeigt zwei nahezu identische Kursverläufe (graue Boxen): Erst ein impulsiver Anstieg an die übergeordnete Abwärtstrendlinie (schwarz) und den EMA50 im 4-Stundenchart (blaue Linie), gefolgt jeweils von einem stetigen, aber wenig dynamischen Abverkauf auf das neue Bewegungstief.

Auch zum Start in die aktuelle Handelswoche gibt es einen (kleinen) dynamischen Anstieg. So lange die Trendlinie und der EMA50 im 4-Stundenchart jedoch nicht entscheidend und nachhaltig überwunden werden können, muss mit einem erneuten Abdriften gerechnet werden. Gelingt jedoch ein Ausbruch über die angesprochenen Widerstände, wäre eine größere Erholungsbewegung zurück Richtung 1,1750 Dollar zu favorisieren. 

euro chart
Quelle: Tradingview

Wichtige Daten & Termine im Wochenverlauf:

Montag: US-Bankfeiertag, Beginn WEF Davos

Dienstag: nur Daten aus der zweiten Reihe

Mittwoch: 08:30 Rede Christine Lagarde in Davos, 14:30 Uhr Rede Donald Trump in Davos

Donnerstag: 14:30 PCE Preisindex

Freitag: 9:15/9:30/10:00/15:45 Einkaufsmanagerindizes verarb. Gewerbe FR/DE/EZ/USA

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