
Der deutsche Aktienmarkt bleibt auch am Mittwoch im Korrekturmodus. Nachdem sich zuletzt die Unsicherheit wegen der Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump wieder verstärkt hat, warten Anleger gespannt auf dessen Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Trump hatte den jüngsten Rückschlag am Wochenende mit Zolldrohungen gegen acht europäische Länder im Streit um Grönland ausgelöst.
Von seinem Rekordstand bei 25.507 Punkten aus der Vorwoche rutschte der Dax zwischenzeitlich um 1.000 Punkte ab und gab damit die Gewinne im laufenden Jahr von gut vier Prozent fast komplett wieder ab. Am Mittwochmorgen sank der deutsche Leitindex nach der ersten Handelsstunde um weitere 0,24 Prozent auf 24.642 Punkte.
Analyst beleuchtet mögliche Auswirkungen
Der Anlagestratege Henry Morrison-Jones von der UBS erinnerte die Anleger daran, dass die so wichtigen Anleihemärkte für gewöhnlich zwischen dem vierten und sechsten Tag den Höhepunkt ihrer Reaktion auf Ankündigungen wie die neuen Trump-Pläne "Zölle 2.0" erreichen. Bislang sei sie recht moderat gewesen, so der Experte. Dabei wäre es gerade ein stärkerer Zinsanstieg, der Trump von aggressiver Rhetorik abbringen könnte.
Am verwundbarsten sieht Morrison-Jones die Branchen Automobil, Chemie und Bau. Der Auto-Branchenindex war am Montag zeitweise auf einen Tiefststand seit Oktober abgesackt. Nun tendieren BMW, VW und Mercedes kaum verändert.
Übernahmespekulationen um Qiagen
Um sechs Prozent aufwärts geht es derweil für Qiagen, die am Vortag kurz vor Handelsende bereits zweistellig angesprungen waren. Um den Diagnostikspezialisten ranken sich einmal mehr Übernahmespekulationen.
Aixtron nach JP Morgan Empfehlung geplant
Stark gefragt sind auch Aixtron nach einer Empfehlung von JPMorgan. Der Analyst Craig McDowell sieht den Chipausrüster vor einem breiten Aufschwung in allen Produktkategorien.


