Trading-Chance 1&1: Vor Kurs-Rallye?
Im vergangenen Jahr haben wir immer wieder sogenannte Dividenden-Aristokraten vorgestellt. Das ist die Creme de la Creme unter den Aktien. Die Unternehmen haben allesamt mindestens 25 aufeinander folgende Jahre ihre Dividende erhöht. Es gibt von dieser Klasse lediglich 151 Aktien weltweit. Nur 169 Aktien aus den knapp 63.000 börsengelisteten Unternehmen erfüllen die Kriterien, die unsere heutige Trading-Chance erfüllt: 1&1! Wir beleuchten die Aktie fundamental und technisch im heutigen Artikel und stellen zuletzt eine konkrete Trading-Chance vor.

Was macht 1&1?
Zu den Geschäftsfeldern von 1&1 gehören Telekommunikation und Internetdienstleistungen. Im Bereich Telekommunikation bietet 1&1 eine Vielzahl von Produkten an, wie Mobilfunkverträge, Festnetzanschlüsse sowie Breitband-Internetzugänge. Diese Dienstleistungen richten sich sowohl an Privatkunden als auch an Geschäftskunden. Des Weiteren ist das Unternehmen im Bereich Internetdienstleistungen aktiv, in dem es Webhosting, Cloud-Services, E-Mail-Dienste und Domainregistrierungen bereitstellt. 1&1 ist ebenfalls für seine Website-Baukastensysteme bekannt, mit denen Kunden ohne vertiefte Programmierkenntnisse eigene Webseiten erstellen können. Neben dem Kerngeschäft Telekommunikation und Internetdienstleistungen bietet 1&1 auch IT-Dienstleistungen für Unternehmen an, welche IT-Infrastruktur und Softwarelösungen umfassen.
Starkes Wachstum beim Umsatz und schuldenfrei
Es ist erstaunlich, aber ganz wenige an der Börse gelistete Unternehmen haben geringe Verschuldungsgrade und verzeichnen ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent. Genau genommen erfüllen diese Kriterien gerade einmal 169 Aktien weltweit! Eine davon ist die Aktie von 1&1.
Hervorragend ist zunächst, dass der Telekommunikationsdienstleister schuldenfrei ist. Seinen Umsatz steigerte das in Montabaur ansässige Unternehmen im Schnitt um mehr als 20% jährlich. Das ist ein herausragend guter Wert. Beim Gewinn sehen wir in den jüngsten 10 Jahren aufgrund von Investitionen ein Auf und Ab. Derzeit liegt der Gewinn je Aktie bei 0,72 Euro. Bis 2027 soll er auf 1,34 Euro pro Anteilsschein nahezu verdoppelt werden. Den Cashflow steigerte man gar um 60 Prozent per anno. Wie Sie als treuer Leser wissen, achten wir besonders auf den Cashflow, da er nur schwer bis gar nicht „geschönt“ werden kann. Die Netto-Marge liegt bei 3,13 Prozent und soll in den kommenden beiden Jahren auf 5,5 Prozent verbessert werden.
Chart-Betrachtung
Vom Pennystock unmittelbar nach dem Börsengang hat sich der Aktienkurs bis ins Jahr 2018 einfach nur brillant entwickelt. In der Spitze zahlten Anleger an der Börse 76 Euro je Anteilsschein. Es folgte ein starker Kursrückgang, nachdem das Unternehmen seinen Gewinn von damals 2,3 Euro je Aktie nicht halten konnte. Die Investitionen lasteten auf den Zahlen und auf dem Chart. Erst bei 9,39 Euro kam die Talfahrt zum Stoppen und eine Erholung setzte ein. Inzwischen hat sich die Aktie einem wichtigen horizontalen Widerstand bei 27,85 Euro genähert. Sollte der Ausbruch über diese Hürde gelingen, so wäre die Bodenbildung endgültig abgeschlossen und mittelfristige Ziele jenseits von 40 Euro würden aktiviert.

Die Entwicklung mit Chancen und Risiken
Die Beurteilung der Entwicklung von 1&1 (Teil der United Internet Gruppe) ist derzeit eines der spannendsten Themen am deutschen Telekommunikationsmarkt. Das Unternehmen befindet sich in einer historisch kritischen Phase: der Transformation vom reinen Wiederverkäufer (MVNO) zum vierten echten Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland. Man kann die Entwicklung in drei zentrale Bereiche unterteilen:
1. Die strategische Herkulesaufgabe: Das vierte NetzSeit der Ersteigerung der 5G-Frequenzen im Jahr 2019 versucht 1&1, neben der Telekom, Vodafone und Telefónica ein eigenes Netz aufzubauen.Der technologische Ansatz: 1&1 setzt auf das weltweit erste vollständig virtualisierte Mobilfunknetz auf Basis der Open-RAN-Technologie. Das ist innovativ, da Software statt proprietärer Hardware die Steuerung übernimmt.Die Verzögerungen: Der Ausbau verlief schleppend. Massive Verzögerungen durch den Ausbaupartner (Vantage Towers) führten dazu, dass 1&1 die Ausbauverpflichtungen der Bundesnetzagentur zunächst verfehlte. Seit Ende 2023 ist das Netz jedoch offiziell für Mobilfunkkunden am Netz, wenn auch noch mit geringer eigener Abdeckung.
2. Wirtschaftliche Kennzahlen und MarktpositionWirtschaftlich steht 1&1 auf einem soliden Fundament, steht aber unter dem Druck massiver Investitionen.Kundenwachstum: Im Bereich Breitband und Mobilfunk wächst 1&1 stetig, oft durch aggressives Pricing und starkes Marketing.Investitionsrisiko: Der Netzausbau kostet Milliarden. Das belastet den Free Cashflow und macht das Unternehmen für Investoren risikoreicher als in der Zeit, in der man lediglich Netzkapazitäten bei Telefónica einkaufte.National Roaming: Ein Meilenstein war der Wechsel des Roaming-Partners von Telefónica zu Vodafone (ab Sommer 2024). Dies sichert 1&1-Kunden eine gute Netzabdeckung dort, wo das eigene Netz noch fehlt, und stärkt die Verhandlungsposition.
3. Stärken, Schwächen und RisikenKategorieDetailsStärkenHohe Markenbekanntheit, starke Vertriebspower, Vorreiterrolle bei Open-RAN, finanzkräftiger Mutterkonzern (United Internet).SchwächenHohe Abhängigkeit von Drittanbietern beim Mastbau, geringe aktuelle eigene Netzabdeckung, Image als "Billigheimer" erschwert Zugang zu Premium-Segmenten.ChancenLangfristige Unabhängigkeit von Konkurrenten, Kostenvorteile durch eigenes Netz, Potenzial als Innovationsführer bei 5G-Campusnetzen.RisikenRegulatorische Strafen bei Ausbauverzögerungen, extrem hoher Wettbewerbsdruck durch die drei etablierten Riesen.
Die Entwicklung von 1&1 ist als ambitioniert und zugleich risikobehaftet einzustufen.
Kurzfristig kämpft das Unternehmen mit den Geburtswehen eines Netzbetreibers und dem hohen Kapitalbedarf. Langfristig ist der Schritt zum eigenen Netz die einzige Möglichkeit, die Margen zu schützen und nicht dauernd von der Preisgestaltung der Konkurrenten abhängig zu sein. Das Jahr 2025/2026 wird entscheidend sein: Gelingt die Migration der Millionen Bestandskunden in das eigene Netz und zu Vodafone-Roaming reibungslos, könnte 1&1 den Markt nachhaltig aufmischen.
Fazit
Für spekulative Anleger mit etwas Sitzfleisch kann diese Aktie sehr spannend sein. Oft belasten Investitionen den Kurs einer Aktie zunächst massiv, um sich dann später auszuzahlen. Als Anleger ist es smart, aber natürlich auch nicht risikobefreit, die niedrigen Kurse zu nutzen und auf eine starke, nachhaltige Erholung zu setzen, wenn das Unternehmen Substanz und eine gute Marktstellung hat. Beides trifft aus unserer Sicht bei 1&1 zu. Um von einem möglichen Kurs-Anstieg profitieren zu können, haben wir ein passendes Produkt ausgesucht, welches wir Ihnen nachfolgend gerne vorstellen.
Unlimited Turbo Long Optionsschein auf 1&1
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Long Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat Knockout und Basispreis gleichauf bei 16,295 Euro. Bei einem aktuellen Preis von 24,90 Euro ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 2,71. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet PJ9Y7R.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 27,85 Euro
Unterstützungen: 9 und 13 Euro
Unlimited Turbo Long Optionsschein auf 1&1
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.




