Minus 37 Prozent: Spieleentwickler Ubisoft schockt mit Prognose

Der französische Videospielentwickler und -vertreiber Ubisoft hat einen großen Konzernumbau angekündigt - und die Märkte damit schockiert. Wie aus der Mitteilung vom gestrigen Mittwoch hervorgeht, verschlankt Ubisoft seine Studio-Struktur und streicht sechs Spiele in Entwicklung. Außerdem will der Konzern Veräußerungen erwägen.
Zudem will Ubisoft weiter sparen. Ein bereits laufendes Programm, mit dem Ziel, 100 Millionen Euro an Kosten einzusparen, werde bereits im März und nicht erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2026/27 abgeschlossen sein. Nachfolgend soll ein weiteres Programm in den zwei Jahren darauf nochmal 200 Millionen Euro an Kosten sparen.
Bis März 2028 sollen die Fixkosten des Videospielkonzerns so auf 1,25 Milliarden Euro fallen, von 1,75 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2022/23. Den zuvor gegebenen Ausblick strich der Konzern darüber hinaus und stelle die Aktionäre auf harsche Verluste ein. So sollen die Einnahmen im Geschäftsjahr 2026/27 bei 1,5 Milliarden Euro liegen, 330 Millionen Euro weniger als zuvor prognostiziert.
Aktie schon seit Jahren im Abwärtstrend
Außerdem werde der operative Verlust für das volle Geschäftsjahr voraussichtlich eine Milliarde Euro betragen. Darin spiegle sich auch eine vorzeitige Abschreibung von 650 Millionen Euro wider, so Ubisoft, die unter anderem aus der Streichung der geplanten Spiele resultiere.
Die Märkte quittierten Ubisofts Umbau und die maue Prognose mit harschen Verlusten. Die Aktie fiel in Paris um fast 37 Prozent auf 4,18 Euro. Schon seit längerer Zeit hat Ubisoft zu kämpfen. Innerhalb seines Kundenkreises genießt der Konzern mittlerweile keinen guten Ruf mehr, und auch an den Börsen findet die Aktie keinen Anklang - in den vergangenen fünf Jahren verlor die Aktie rund 95 Prozent ihres Werts. Weitere Details zum Umbau will der Konzern Mitte Februar verkünden.




