Erholungsrally in den USA: Dow knackt 50.000er-Marke

Nach harschen Verlusten an den Vortagen, besonders bei Tech-Aktien, haben die Anleger die Kurse in New York zum Wochenausklang ebenso rasant wieder nach oben geschickt. Eine festere Eröffnung mündete in einer regelrechten Erholungsrally. Zum ersten Mal durchbrach der Leitindex Dow Jones dabei die Marke von 50.000 Punkten.
Zuletzt legte der Dow mehr als 1.000 Punkte, rund 2,2 Prozent zu, notierte damit aber knapp unter diesem Meilenstein. Der marktbreite S&P 500 stieg noch um 1,7 Prozent. Der Nasdaq 100, in dem vor allem Tech-Aktien versammelt sind, stieg um 1,8 Prozent.
Die spürbar bessere Entwicklung beim Dow am Freitag ist kein Zufall. Neuerdings versuchen die Anleger stärker potenzielle Gewinner und Verlierer des KI-Booms zu unterscheiden. Zudem hinterfragen sie immer häufiger milliardenschwere Investitionen in den neuen Megatrend. Die Standardwerte, die im Dow mit Indexmitgliedern wie Boeing, Coca-Cola oder Walmart stärker abgebildet sind, standen daher in den vergangenen Tagen besser da als die in den USA so bedeutenden Technologiewerte. W
Auch Edelmetalle und Bitcoin auf Erholungskurs
Während der Dow auf ein Wochenplus von 2,3 Prozent zusteuert, liegen seine US-Indexkollegen S&P 500 und Nasdaq 100 in der Wochenbilanz noch im Minus.
Die Erholung beschränkte sich nicht nur auf Aktien. Auch Gold und Silber, nach extremen Verlusten vor genau einer Woche, zogen wieder spürbar im Preis an. Silber gewann zuletzt fast 15 Prozent hinzu, wenngleich die Verluste der vergangenen Tage längst nicht ausgeglichen sind. Die Kryptowährung Bitcoin kletterte indes wieder über die Marke von 70.000 Punkten, nachdem der Kurs zeitweise bis auf rund 60.000 Dollar gefallen war.
Anders als die Börsen befindet sich Bitcoin schon seit einigen Monaten in einem Abwärtstrend. Wächst unter Anlegern die Nervosität, verlieren meist sowohl Aktien als auch Bitcoin, da beide zu den risikoreicheren Anlagen gehören und mittlerweile stark korrelieren. Allerdings fielen in dieser Woche auch Edelmetalle zeitgleich mit den Kursen an den Aktienmärkten, obwohl Gold und Silber traditionell eher eine Anlaufstelle für Anleger sind, die sich aus Risiko-Assets zurückziehen wollen.
(mit Material von dpa-AFX)




