Dax geht angeschlagen ins Wochenende – US-Banken trüben die Stimmung – Software AG schwach, Wacker Chemie überzeugt mit Zahlen, DWS solide

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Dax geht angeschlagen ins Wochenende – US-Banken trüben die Stimmung – Software AG schwach, Wacker Chemie überzeugt mit Zahlen, DWS solide

Die ersten Quartalsberichte großer US-Banken haben am Freitag enttäuscht und auch am deutschen Aktienmarkt auf die Kurse gedrückt. Vor allem das Zahlenwerk von JPMorgan fiel bei den Investoren durch und belastete den Kurs erheblich. Auch Citigroup konnte die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Erschwerend kam hinzu, dass der für die US-Wirtschaft so wichtige Einzelhandel im saisonal wichtigen Monat Dezember überraschend schwach abschnitt.

In diesem Umfeld sank der deutsche Leitindex Dax um 0,93 Prozent auf 15 883,24 Punkte. Nach dem Auf und Ab um die Marke von 16 000 Zählern im Wochenverlauf schloss der Dax schließlich unter dieser. Auf Wochensicht verlor der Dax 0,4 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel gab am Freitag um 0,79 Prozent auf 34 518,61 Zähler nach.

Nach wie vor sorgt die hohe Inflation und die damit verbundene Aussicht auf bald steigende Leitzinsen für Vorsicht unter Anlegern. Mehrere Mitglieder der US-Notenbank Fed hatten sich am Donnerstag für eine zeitnahe Anhebung der heimischen Leitzinsen ausgesprochen, was eine schnellere geldpolitische Straffung immer wahrscheinlicher macht.

Teils enttäuschende Quartalsberichte großer US-Banken belasteten auch die Deutsche Bank und die Commerzbank . Deutsche Bank sanken um 2 Prozent. Hier hatten außerdem einige Analysten in Ausblicken auf die Ende Januar anstehenden Zahlen ihre Ergebnisschätzungen wegen höherer Kosten gekappt. Commerzbank verloren 1,5 Prozent.

Die Aktien von Europas größtem Softwarehersteller SAP schlossen nach starkem Auf und Ab am Ende nahezu unbewegt. Die Walldorfer hätten zwar die Unternehmensziele für die Cloud- und Software-Erlöse im vierten Quartal übertroffen, doch die Profitabilität habe mit dem Umsatzwachstum nicht mithalten können, monierten Händler.

Mit minus 4,2 Prozent zeigten sich außerdem die Anteile der Software AG im MDax schwach. Die US-Investmentbank Goldman Sachs senkte den Daumen über dem Darmstädter Unternehmen und strich die Kaufempfehlung.

Zahlen zum vierten Quartal gab es neben SAP auch von Wacker Chemie . Wegen hoher Preise und einer guten Nachfrage im vergangenen Geschäftsjahr verdiente der Spezialchemiekonzern operativ mehr als erwartet. Die Aktien nahmen im MDax die Spitze ein und stiegen um 7,3 Prozent.

Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS rechnet wegen höherer Gebühreneinnahmen mit einem überraschend guten Jahresabschluss, was der Aktie im SDax zu einem Plus von 2,1 Prozent verhalf.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor vor dem Wochenende 1,01 Prozent auf 4272,19 Punkte. Der französische Cac 40 gab etwas weniger stark nach, noch geringer war der Verlust des britischen FTSE 100 . In New York zeigte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende schwach.

Der Euro gab am Abend nach und wurde mit 1,1420 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1447 (Donnerstag: 1,1463) Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,18 Prozent am Vortag auf minus 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 143,62 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,51 Prozent auf 170,07 Zähler.

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onvista/dpa-AFX

Titelfoto: H-AB/Shutterstock.com

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