Gold ist in aller Munde, aber Silber rennt wieder

Bernd Raschkowski

Silber hatte ich an dieser Stelle im Januar inklusive der charttechnischen Situation vorgestellt. Zunächst tendierte die Notierung etwas nach Süden. Übergeordnet war der langfristige Aufwärtstrend jedoch stets intakt, weshalb Silber weiterhin aussichtsreich erschien und das positive Trading-Szenario stets intakt blieb. Heute wird es Zeit für ein kleines Update. Schon mal vorweg: Wie erwartet drehte der Rohstoff bald aufwärts – und zwar kräftig. Silber ist immer für starke Bewegungen zu haben und lässt sich super (für das eigene Depot) handeln.

Aber nun von vorne. Im Januar setzte zunächst eine Konsolidierungstendenz ein. Im Hoch notierte Silber bei ca. 18,80 Dollar je Feinunze. Anschließend ging es in kleinen Schritten bis auf 17,40 Dollar abwärts. Solche Zwischenkorrekturen sind völlig normal und müssen stets eingeplant werden.

Es dauerte ein paar Wochen, ehe die Konsolidierung beendet wurde. Seit letzter Woche springt das Edelmetall wieder an. Als charttechnisches Signal hierfür diente der Ausbruch der Notierung aus dem kleinen, kurzfristigen Abwärtstrend (siehe Abbildung unten). Nach der Beendigung der Konsolidierung bin ich gespannt, wie hoch die neue Aufwärtswelle jetzt führen wird. Die letzte Welle jagte Silber um rund zwei Dollar empor. Läuft es dieses Mal ähnlich, so würden neue Verlaufshochs ins Visier rücken. Mein erstes Kursziel liegt im Bereich des 2019er-Hochs bei rund 19,50 Dollar.

Charttechnik gibt grünes Licht

Generell signalisiert die Charttechnik bei Silber bereits seit einigen Monaten steigende Notierungen. Denn trotz der verschiedenen Korrekturphasen ist der übergeordnete Aufwärtstrend vollkommen intakt. Mit einem Blick auf den Chart lässt sich die kurzfristige Situation gut in das große Gesamtbild einordnen. Die Edelmetalle profitieren generell von den verschiedenen geopolitischen Risiken rund um den Globus.

In der folgenden Abbildung ist die Silber-Entwicklung seit Mitte 2019 dargestellt (in US-Dollar je Feinunze, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):

In der obigen Abbildung ist deutlich zu erkennen, dass der langfristige Aufwärtstrend trotz der zwischenzeitlichen Abgaben immer intakt war. Die maßgebliche Trendlinie verläuft derzeit bei 17,30 US-Dollar. Insofern kann die übergeordnete Lage des Edelmetalls nach charttechnischen Kriterien als positiv bezeichnet werden.

Silber kostet momentan 18,50 US-Dollar je Feinunze. Bei 17,50 Dollar besteht eine mächtige charttechnische Unterstützungszone. Auf dem Weg nach Norden liegt im Bereich von 18,60 Dollar der erste kleine Widerstand. Wird diese Marke überwunden, so wird als neues Kursziel die Marke von 19,50 Dollar aktiviert. Langfristig gesehen sind natürlich auch höhere Kurse möglich. Was bei den Edelmetallen möglich ist, haben wir zuletzt eindrucksvoll bei Palladium gesehen: Der Rohstoff verdoppelte sich aufgrund verschiedener Faktoren innerhalb von nur sechs Monaten. Auf nextmarkets.com kommentiere ich die verschiedenen Edelmetalle regelmäßig und stelle aussichtsreiche Chartformationen dar.

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Expertenprofil
Bernd Raschkowski Bernd Raschkowski

Bernd Raschkowski analysiert seit mehr als 20 Jahren die Entwicklungen an den Kapitalmärkten und leitet daraus nachhaltige Börsenstrategien ab. Der studierte Dipl.-Kaufmann nutzt einen ganzheitlichen Ansatz aus volkswirtschaftlichen Daten, Unternehmensnachrichten, Charttechnik sowie der Verhaltensökonomie. In seiner Freizeit verbringt Bernd Raschkowski viel Zeit auf dem Mountainbike.

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Kurs zu Silberpreis Rohstoff

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10.04.2020, 03:58, Deutsche Bank Indikation

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