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Streit in Fernost drückt auf Stimmung, Dax gibt leicht nach

onvista · Uhr
Quelle: anathomy/Shutterstock.com

Die Spannungen zwischen den USA und China um Taiwan haben am Dienstag am deutschen Aktienmarkt auf die Stimmung und die Kurse gedrückt. Der Dax gab im frühen Handel um 0,67 Prozent auf 13 389,21 Punkte nach. Nach einem starken Börsenmonat Juli war der Leitindex am Vortag auf der Stelle getreten.

In Taiwan wird die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Angaben aus dem Parlament in Taipeh erwartet. Es wäre der ranghöchste Besuch eines US-Politikers seit einem Vierteljahrhundert in Taiwan, das die kommunistische Führung in Peking als Teil der Volksrepublik China ansieht. Pelosi würde sich mit der Visite in Taipeh über Warnungen aus Peking hinwegsetzen, in denen auch mögliche militärische Gegenmaßnahmen angedroht wurden.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,69 Prozent auf 27 238,14 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag mit 0,7 Prozent im Minus.

"Der mögliche Besuch (Pelosis) hat eine starke Antwort von China nach sich gezogen, inklusive der Androhung von Vergeltung", schrieb Analystin Sheila Kahyaoglu von der US-Bank Jefferies. Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank warnte: "Man kann sich auf Reaktionen Chinas gefasst machen, die Märkte dürften nervös sein".

Einzelwerte im Überblick

Bei den Einzelwerten bewegen nach wie vor die Quartalsberichte die Kurse. Trotz einer höheren Umsatzprognose von Symrise für dieses Jahr verloren die Aktien des Herstellers von Duft- und Aromastoffen 2,3 Prozent. Analyst Andreas von Arx von der Baader Bank merkte an, dass die Entwicklung des operativen Barmittelflusses hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei. Insgesamt lobte er aber die Quartalszahlen des Konzerns.

Die arg gebeutelten Covestro-Aktien stiegen um 1,1 Prozent nach detaillierten Quartalszahlen. Die einzelnen Sparten des Kunststoffkonzerns hätten sich wie erwartet oder besser entwickelt, schrieb Analyst Chris Counihan von Jefferies.

Siemens Energy büßten 2,6 Prozent ein, nachdem die Windkrafttochter Siemens Gamesa erneut die Ergebnisprognose gesenkt hatte.

Die Papiere von Delivery Hero profitierten mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent von einer Kaufempfehlung von JPMorgan. Die Anteile des Anlagenbauers Krones stiegen nach optimistischen Aussagen zur Profitabilität um 1,9 Prozent. Das Bankhaus Metzler riet hier zum Kauf.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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