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Nordex erhält Großauftrag – Warum sich ein Einstieg dennoch nicht lohnt

onvista · Uhr
Quelle: Bjoern Wylezich/Shutterstock.com

Der Windkrafthersteller Nordex hat einen Auftrag über 7 Turbinen vom Wind- und Solarparkbetreiber Wpd erhalten. Jede Turbine hat eine Nennleistung von 4,5 MW, insgesamt geht der Auftrag über 31,5 MW. Wdp bestellte die Turbinen für seinen Windpark „Kantow“, der etwa 90 km nordwestlich von Berlin liegt. Die Turbinen sollen im Sommer nächsten Jahres auf die Windräder installiert werden.

Nordex kann sich doppelt freuen, denn der Vertrag umfasst auch die Wartung der Turbinen für 15 Jahre mit einer Verlängerungsoption um weitere 5 Jahre.

Nordex-Aktie ist sehr riskant

Klar, es ist immer positiv, Aufträge an Land zu holen. Aber das Problem bei Nordex sind nicht Aufträge, denn die haben sie. Das Problem bei Nordex sind die schwachen Margen, die bisher negativ auf den Profit wirken.

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Ein Blick auf die Zahlen untermauert dies: 2018 betrug der Umsatz 2,459 Mrd. Euro und im letzten Jahr 5,444 Mrd. Euro. Das ist ein Wachstum von sagenhaften 121 Prozent. Allerdings wirkt sich dieser Umsatzplus nicht auf die Gewinne aus, denn diese schrumpften enorm. 2018 hatte Nordex einen Verlust von 83,9 Mio. Euro und im letzten Jahr von 230,2 Mio. Euro. In den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres haben sich die Verluste schon auf 283,2 Mio. Euro getürmt. Eine Besserung ist nicht in Sicht.

Auch ein Blick auf den Aktienkurs wirkt ernüchternd: Januar 2016 lag er bei 33,21 Euro, derzeit bei um die 9 Euro. Nur: 2016 waren 96,88 Mio. Aktien im Umlauf, heute sind es durch zahlreiche Kapitalerhöhungen 211,95 Mio. Das heißt: Sollte Nordex irgendwann mal Gewinne erzielen, teilt er sich auf mehrere Aktien auf, was den Kursanstieg bremst.

Anleger sollten sich daher nicht von dem Auftrag für den Windpark „Kantow“ blenden lassen, vor allem da sieben Turbinen kein Großauftrag sind. Dass Nordex bald wieder Gewinne einfährt, ist eher unwahrscheinlich. Anleger sollten die Finger von Nordex lassen; es lohnt sich noch nicht einmal, die Aktie auf die Watchlist zu setzen.

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