Dax erreicht Rekord – Gerresheimer verliert zweistellig

Der deutsche Aktienindex Dax hat am Donnerstag eine neue Höchstmarke erreicht. Dank moderater Gewinne stieg das Börsenbarometer im frühen Handel mit 24.698 Zählern auf den höchsten Kurs seiner Historie. Zuletzt betrug der Aufschlag 0,3 Prozent auf 24.647 Punkte.
Die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA sowie ein sich abzeichnender Ausweg aus der politischen Krise in Frankreich stützen die Aktienbörsen ebenso wie die Euphorie im US-Technologiesektor. So sorgt der KI-Megatrend rund um den Globus weiter für viel Kursfantasie.
Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen lag mit 0,1 Prozent im Plus bei 30.889 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,2 Prozent zu. Unterstützung erhält der Dax laut der Landesbank Helaba von der Wall Street, wo der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 am Vorabend weitere Rekorde aufgestellt hatten.
Gewinnwarnung: Gerresheimer-Aktienkurs sackt ab
Bei den Einzelwerten stehen im frühen Handel Aktien aus dem MDax besonders im Fokus. So sind nach einer weiteren Gewinnwarnung Anteilsscheine von Gerresheimer prozentual zweistellig im Kurs gefallen. Im frühen Handel auf Xetra sank der Kurs um bis zu 14 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag auf 32,22 Euro.
Es sei die vierte Gewinnwarnung des Herstellers von Spezialverpackungen in den vergangenen zwei Jahren und die erste unter dem neuen Finanzchef, kommentierte David Adlington von der US-Bank JP Morgan. Die Konsenserwartungen dürften nun für 2025 deutlich nach unten revidiert werden, so der Analyst.
Ein Händler sagte, Gerresheimer habe erneut eine "schreckliche" Gewinnwarnung und sehr schwachen Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht.
Nordex-Aktie trotz Auftragsplus mit Verlust
Ebenfalls im Minus notieren im frühen Handel die Aktien von Windturbinen-Hersteller Nordex. Nachdem die Aktie vorbörslich noch leicht im Plus notiert hatte, sackte sie zum Handelsstart auf Xetra um neun Uhr um gut dreieinhalb Prozent ab.
Danach erholte sich der Kurs allerdings auch schnell wieder, sodass das Minus wenig später nur noch knapp anderthalb Prozent betrug. Am Vortag war der Kurs in der Spitze mit 23,96 Euro noch auf den höchsten Stand seit April 2021 geklettert.
Der Hersteller von Windturbinen übertraf im dritten Quartal mit Aufträgen mit einer Gesamtleistung von 2,2 Gigawatt die Markterwartungen. Die Konsensschätzung lautet auf eine Leistung von knapp zwei Gigawatt.
Das Unternehmen profitiere von Makrotrends wie Elektrifizierung und Energiebedarf für die Anwendung von Künstlicher Intelligenz, schrieb Analyst Leon Mühlenbruch von mwb Research. Gleichzeitig halte sich die Konkurrenz aus China in Grenzen./bek/mis
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