Dax tritt zum Jahresausklang auf der Stelle - Rüstungswerte erholt

Am letzten Börsentag des Jahres geht es am deutschen Aktienmarkt ruhig zu. Der Handelstag ist verkürzt: Um 14 Uhr werden die Bücher für dieses Jahr geschlossen. Viele Anleger bleiben der Börse zwischen den Jahren ohnehin fern. Geringe Handelsumsätze sowie Neugewichtungen zum Jahresende könnten bei der einen oder anderen Aktie aber nochmals für größere Kursausschläge sorgen.
Der Dax notierte am Dienstag wenige Minuten nach Eröffnung des Xetra-Handels praktisch unverändert bei 24.351 Punkten. Mit einem Anstieg von mehr als 22 Prozent dürfte 2025 das beste Dax-Jahr seit 2019 werden. Das deutsche Kursbarometer hat im laufenden Jahr deutlich besser abgeschnitten als der EuroStoxx und auch der US-Leitindex Dow Jones Industrial .
Der MDax der mittelgroßen Werte sank am Dienstagmorgen um 0,1 Prozent auf 30.409 Zähler. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, stieg um 0,1 Prozent.
Geringe Handelsumsätze und Neugewichtungen zum Monats-, Quartals- und Jahresende könnten am Dienstag bei gewissen Einzelwerten nochmals für erratische Kursausschläge sorgen. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management kann in dem Umfeld einer stark verkürzten Handelswoche "jeder noch so kleine Geldfluss überproportionale Spuren hinterlassen".
Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies zudem auf das Protokoll der letzten Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve, das am Dienstagabend veröffentlicht wird. "Das Protokoll wird einen spannenden Blick hinter die Kulissen erlauben. Die Meinungen innerhalb der Fed gehen weit auseinander - jede zusätzliche Information ist daher Gold wert, weil sie Anlegern hilft, den Zinskurs für das kommende Jahr besser auszutarieren", so Stanzl.
Rüstungswerte erholen sich
Wichtigstes geopolitisches Thema bleibt die Lage in der Ukraine. Der russische Präsident Wladimir Putin will seine Position bei den Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump nach Kremlangaben wegen eines angeblichen Terroranschlags Kiews überarbeiten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen als Lüge zurück.
Die Rüstungswerte Rheinmetall, Hensoldt und Renk stiegen um bis zu 1,4 Prozent. Am Vortag noch hatten Fortschritte bei den Friedensgesprächen die Aktien belastet.



