Sentix-Umfrage

Iran-Krieg belastet Konjunkturzuversicht für Euro-Zone

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: metamorworks/Shutterstock.com

Berlin, 09. ⁠Mrz (Reuters) - Der Iran-Krieg lässt den Konjunkturoptimismus von Investoren für die Euro-Zone und deren größte Volkswirtschaft Deutschland einbrechen.

Das Stimmungsbarometer für die Währungsunion sank im März um 7,3 Punkte auf minus 3,1 Zähler, wie die Beratungsfirma Sentix am ‌Montag zu ihrer monatlichen Umfrage unter 1055 Anlegern mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten sogar mit einem stärkeren Rückgang auf ⁠minus 5,0 ⁠Punkte gerechnet, nachdem es zuvor drei Anstiege in Folge gegeben hatte. Das Barometer für Deutschland brach ebenfalls ein, und zwar um 5,2 auf minus 12,1 Punkte.

"Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Eskalation des Iran-Krieges, der die globalen Energiemärkte belastet", sagte Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy. "Die ‌Angriffe auf Energieinfrastruktur und Störungen der Schifffahrt im ‌Persischen Golf drücken hierbei aufs Gemüt." Der Ölpreis stieg am Montag deutlich über die Marke von 100 Dollar je Barrel. Dies stelle den Aufschwung ⁠in Europa in infrage.

"Auch die US-Konjunktur bekommt den Gegenwind zu spüren", erklärte ‌Sentix. Hier ging das Barometer von ⁠12,7 auf 7,2 Punkte zurück, nachdem es zuvor mehrere Monate in Folge gestiegen war. "Die Anleger führen die Belastung der US-Wirtschaft vor allem auf die schwächere globale Nachfrage zurück, die durch ‌geopolitische Spannungen und den Ölpreisschock ⁠ausgelöst wurde", sagte Hussy.

Die Nordsee-Rohölsorte Brent ⁠und US-Leichtöl WTI verteuerten sich nach Angriffen auf iranische Tanker und Lager zu Wochenbeginn um jeweils rund 15 Prozent. Mit 106,12 und 101,20 Dollar je Fass (159 Liter) lagen sie auf dem höchsten Stand seit rund vier Jahren. "Das ist eine neue Eskalationsstufe", sagte Jens Klatt, Analyst beim Broker XTB. "Aber ich gehe davon aus, dass wir heute Nacht die Hochs in Öl gesehen haben, auch wenn es ⁠in den nächsten Wochen extrem schwankungsintensiv bleiben wird."

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