
US-Präsident Donald Trump hat am Montag signalisiert, dass der Konflikt mit dem Iran bald ein Ende finden könnte. "Ich denke, der Krieg ist fast vorbei, so gut wie", sagte Trump gegenüber einer Reporterin des Sendernetzwerks CBS. Laut Trump seien die USA "sehr weit" vor dem eigentlichen Zeitplan. Ursprünglich hatte das Weiße Haus kommuniziert, den Konflikt in vier bis fünf Wochen beenden zu wollen.
Daran kamen zuletzt Zweifel an den Märkten auf, es folgten diverse Abverkäufe der Börsen rund um den Globus. Trumps Kommentare am Montag wiederum hievten die Kurse an der Wall Street wieder ins Plus. Der Leitindex Dow Jones stieg zuletzt um um 0,46 Prozent auf 47.719 Punkte, der marktbreite S&P 500 drehte ins Plus und gewann 0,67 Prozent auf 6.786 Zähler hinzu. Der Tech-lastige Nasdaq 100, der schon in den Wochen vor dem Krieg schwächelte, stieg sogar um 1,13 Prozent auf 24.920 Punkte.
Die Märkte in Europa und Asien hatten zuvor angesichts eines weiteren Preissprungs bei Rohöl abverkauft, ihre Verluste im Handelsverlauf aber teilweise reduziert. Der rasant steigende Ölpreise verunsichert die Anleger seit Beginn des Konflikts. Einerseits wirkt er sich negativ auf bestimmte Geschäftsmodelle aus, wie etwa die Touristik, Logistik und Luftfahrt, auf der anderen Seite aber schürt er Ängste vor einem neuen Inflationsschub, sodass die Notenbank den für Aktien günstigen Zinssenkungskurs aufgeben müssten.
Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus kam faktisch zum Erliegen. Zwischenzeitlich hatte ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent mehr als 100 US-Dollar gekostet, in der Spitze sogar 120 Dollar, ehe der Preis zuletzt wieder zurückkam und nach Trumps Aussagen bis auf 92 Dollar fiel.



