Dax startet Stabilisierungsversuch - Feiertag in Japan

Der Dax dürfte sich nach seinem Rutsch auf das tiefste Niveau seit April 2025 am Freitag etwas fangen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex eine Stunden vor dem Xetra-Start in der dritten Kriegswoche im Iran leicht höher auf 22.920 Punkte. Tags zuvor war er zeitweise bis auf 22.759 Punkte gesackt, nachdem der Ölpreis von einer weiteren Eskalation in Nahost kräftig angetrieben worden war.
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Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete mit gut 119 Dollar fast wieder so viel wie am 9. März, als mit fast 120 Dollar der höchste Stand seit 2022 erreicht worden war. Entsprechend loderten Konjunktur- und Inflationssorgen wieder bedrohlich auf. Inzwischen hat sich die Lage am Ölmarkt etwas entspannt. Ein Barrel Brent kostet mit 107 Dollar deutlich weniger. "Die Anleger treten wieder einen Schritt von der Klippe zurück", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. "Der Ölpreis steuert aber weiter das Marktgeschehen."
USA: Leicht im Minus
An den New Yorker Aktienmärkten hat sich die Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten am Donnerstag etwas gemäßigter gezeigt als zuvor in anderen Weltregionen. Kursverluste zeugten zwar auch in den USA von einer gewissen Nervosität, sie wurden aber zum Ende hin kleiner mit dem Ölpreis, der auch etwas von seinem hohen Niveau zurückkam. In Europa und Asien war die Beunruhigung größer gewesen, weil die Länder dort deutlicher von Öl- und Gasimporten abhängig sind.
Der Dow Jones Industrial hatte über weite Strecken mit bis zu einem Prozent im Minus gelegen, reduzierte seine Verluste dann aber im Späthandel noch auf 0,44 Prozent. Aus dem Handel ging der US-Leitindex bei 46.021,43 Punkten. Der marktbreite S&P 500 reduzierte seine Verluste mit 6.606,49 Punkten auf 0,27 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es letztlich um 0,29 Prozent auf 24.355,28 Zähler bergab.
Asien: Uneinheitlich
Die wichtigsten Aktienmärkte in Asien haben am Freitag keine einheitliche Richtung eingeschlagen. Der hohe Ölpreis im Zuge des Iran-Kriegs sorgt aber in der dritten Kriegswoche weiter für Zurückhaltung. In Japan ruhte der Handel zum Wochenschluss wegen eines Feiertages. Der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong sank zuletzt um 0,7 Prozent, während der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen um 0,5 Prozent zulegte.
Anleihen:
Devisen:
Rohöl:
Umstufungen von Aktien:
BERENBERG SENKT ZIEL FÜR NEMETSCHEK AUF 115 (125) EUR - 'BUY'
GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR BRENNTAG AUF 66 (64) EUR - 'BUY'
GOLDMAN SENKT LUFTHANSA AUF 'SELL' (NEUTRAL) - ZIEL 6,60 (7,10) EUR
GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR BEIERSDORF AUF 95 (110) EUR - 'BUY'
GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR BIRKENSTOCK AUF 52 (61) USD - 'BUY'
GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR THYSSENKRUPP NUCERA AUF 9 (9,40) EUR - 'NEUTRAL'
JPMORGAN HEBT INFINEON AUF 'OVERWEIGHT' (NEUTRAL) - ZIEL 48 (40) EUR
JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR AUTO1 AUF 37 (42) EUR - 'OVERWEIGHT'
ODDO BHF HEBT BAYER AUF 'OUTPERFORM' - ZIEL 55 EUR
(mit Material von dpa-AFX)


