Frankreichs Außenministerin - "Wir sind Dialog mit China verpflichtet"

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Peking/Paris (Reuters) - Die französische Außenministerin Catherine Colonna ist am Freitag in Peking mit der chinesischen Ministerpräsidenten Li Quiang zusammengetroffen und hat dabei Frankreichs Bereitschaft zum Dialog mit China bekräftigt.

"Wir sind dem Dialog mit China wirklich verpflichtet", sagte Colonna zu Li Qiang und fügte hinzu, sie fühle sich geehrt und glücklich, ihn zu sehen. "Die beiden Länder sind ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und haben eine globale Verantwortung, Antworten auf große Herausforderungen zu finden, insbesondere auf die Herausforderungen des Klimas, der biologischen Vielfalt und auf alles, was die Spannungen in der Welt verringern kann", sagte sie bei dem Treffen.

Beim Besuch der französischen Außenministerin in China soll es vor allem um die Förderung des Austauschs zwischen Bürgern beider Länder wie Studenten und Touristen gehen. Dennoch drohte dies von Handelsfragen überschattet zu werden, nachdem eine von Paris unterstützte Antisubventionsuntersuchung der Europäischen Union (EU) zu in China hergestellten Elektrofahrzeugen Peking verärgert hatte und von den Chinesen als "protektionistisch" kritisiert wurde. Colonnas Reise geht einem Besuch der Präsidenten der Europäischen Kommission und des Rates, Ursula von der Leyen und Charles Michel, in Peking Anfang Dezember voraus, wo das erste persönliche Gipfeltreffen mit Chinas Präsident Xi Jinping seit vier Jahren stattfinden wird.

China ist Frankreichs drittgrößter Handelspartner, aber französische und andere europäische Unternehmen sind sehr besorgt über Chinas großes Handelsungleichgewicht mit der EU, seine undurchsichtige Gesetzgebung zum grenzüberschreitenden Datentransfer und billige chinesische Elektrofahrzeuge, die den europäischen Markt überschwemmen und die einheimischen Autohersteller bedrohen. Frankreich ist auch besorgt über chinesische Versuche, französische Kosmetikunternehmen zu zwingen, Produktionsgeheimnisse mit chinesischen Unternehmen zu teilen. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde ist Frankreich Chinas wichtigste Quelle für Kosmetik- und Weinimporte.

(Bericht von Laurie Chen und John Irish, geschrieben von Alexandra Falk. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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