China - EU sollte keinen neuen Handelskonflikt anzetteln

Peking/Berlin (Reuters) - China hat die EU-Kommission aufgefordert, nicht einen neuen Handelskonflikt anzuzetteln.
Gegenseitiges Vertrauen zwischen beiden Seiten dürfe nicht erschüttert werden, teilte das Außenministerium am Donnerstag in Peking mit. Ein Sprecher sagte, China werde alle notwendigen Schritte ergreifen, um die Maßnahmen der Europäischen Union zu kontern. Die EU-Kommission droht China mit hohen Sonderzöllen auf Elektroautos. Diese könnten zusätzlich bis zu 38,1 Prozent betragen, hatte die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitgeteilt. Sie begründete den Schritt mit Wettbewerbsverzerrungen durch hohe staatliche Subventionen in der Volksrepublik.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hofft aber noch, dass die Strafzölle verhindert werden können. "Entscheidend ist, dass jetzt gesprochen wird", sagte der Grünen-Politiker. Die Regierung in Peking sollte die Chance zum Dialog nutzen. Neue Zölle seien stets das letzte Mittel und der schlechteste Weg.
(Bericht von Mei Mei Chu, Liz Lee und Christian Krämer, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)