Rotes Kreuz fliegt weitere Hilfsgüter in den Libanon

dpa-AFX · Uhr

BEIRUT (dpa-AFX) - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fliegt angesichts der humanitären Notlage weitere Hilfsgüter in den Libanon. Eine Maschine mit 150 Rettungsrucksäcken für die Versorgung schwerer Verletzungen ist dafür auf dem Weg von Köln nach Beirut, wie das DRK mitteilte. Bereits vergangene Woche hat die Organisation nach eigenen Angaben sieben Tonnen medizinische Hilfsgüter in das Mittelmeerland gebracht.

"Die humanitäre Lage verschlimmert sich zunehmend", sagte Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit beim DRK, laut der Mitteilung. "Wir versuchen, alles möglich zu machen, um trotz der angespannten Sicherheitslage weitere Lieferungen durchführen können", fügte Johnen hinzu. Zugang für Hilfslieferungen und Schutz der Helferinnen und Helfer sei auch in der Zukunft nötig, erklärte der Leiter weiter.

Das Kinderhilfswerk Unicef teilte mit, es habe in den vergangenen Wochen beinahe 170 Tonnen medizinische Hilfsgüter für rund zwei Millionen Menschen in den Libanon gebracht. Davon knapp 70 Tonnen allein in den vergangenen drei Tagen. Krankenhäuser seien aufgrund der Zunahme der Opferzahlen stark belastet, sagte der Leiter von Unifec im Libanon, Edouard Beigbeder einer Mitteilung zufolge. Er fügte hinzu: "Es werden dringend mehr medizinische Hilfsgüter benötigt, um sicherzustellen, dass Frauen und Kinder im Libanon die lebensrettende Versorgung erhalten, die sie brauchen."

Hunderttausende im Libanon auf der Flucht

Infolge der Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz sind Hunderttausende Menschen aus dem Süden Libanons geflohen. Beirut wird seit Tagen bombardiert, auch Wohngebiete sind betroffen. Israels Militär wirft der Hisbollah vor, Waffen unter Häusern zu verstecken. In der Bevölkerung herrschen Furcht und Verzweiflung wegen fehlender Unterkünfte und sicherer Zufluchtsorte.

Die Hisbollah greift Israel seit einem Jahr mit Raketen und Granaten an - aus "Solidarität" mit der Hamas im Gazastreifen, wie sie sagt. Israel will die Miliz von der Grenze vertreiben, damit rund 60.000 evakuierte Israelis in ihre Häuser zurückkehren können./arb/DP/mis

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