Bietet Hensoldt eine Einstiegschance? Ist die Porsche SE besser als VW? Rally nach Shutdown-Ende?
Lara Strauch

Hensoldt: Einstiegschance oder Finger weg?
Hensoldt ist ebenso wie Rheinmetall und Renk ein Rüstungsinvestment. Der bisherige Stand ergibt eine komfortable Einschätzung der Umsätze, Gewinne und des Börsenwerts. Das Risiko liegt in einer technischen Korrektur, wenn es zu einer Waffenruhe in der Ukraine kommt. Das ist logisch. 7,5 Prozent bisherige Korrektur reichen nicht aus. Also liegt der nächste Einkauf etwa zehn Prozent niedriger. Gleiches gilt für alle anderen Rüstungstitel.
Porsche SE: besser als in VW oder Porsche AG zu investieren?
Die Porsche SE ist die internationale Holding der Familie Porsche mit ihrer größten Beteiligung an den VW-Stämmen. Daran hängt die Einschätzung der nächsten Monate, wenn es am deutschen Automarkt zum echten Comeback kommt.
Alle anderen Investments sind vorerst noch nicht zu berücksichtigen, bieten aber Fantasie hinsichtlich des Aufbaus eines Defence-Geschäfts. Also hängt die Perspektive von der Entwicklung von VW ab bzw. auch von der Porsche AG mit den Anteilen daran. Von der jetzigen Ausgangsbasis um 36 Euro nebst deutlichem Abschlag zum NAV sind also Comeback-Potenziale bis 55 Euro denkbar. Das wären rund 50 Prozent.
Kommt nach dem Ende des Shutdowns eine Erleichterungsrally?
Das Ende des Shutdowns schafft psychologische Erleichterungen. Das gehört zur amerikanischen Politik. Substanziell gibt es keinen größeren Zusammenhang. Der Grundtrend der Wall Street bleibt positiv, aber technische Übertreibungen führen zum Jahresende stets zu Gewinnmitnahmen der großen Investoren. Zum Beispiel der Verkauf von Nvidia-Aktien im Wert von 5,8 Milliarden Dollar durch Softbank. Weitere Fälle dieser Art sind bis Silvester zu unterstellen.




