Geht der Hype um Japans Aktien weiter? Drei Schwergewichte im Check
Nico Santura
Japan ist zurück auf der Weltbühne: Während US-Tech-Werte 2025/2026 an Schwung verloren haben, knackte der Nikkei die historische Marke von 50.000 Punkten. In dieser Analyse untersucht Nico Santura, ob der aktuelle Hype um Fernost fundamental untermauert ist oder ob Anleger in eine Bewertung-Falle tappen.
Wir werfen einen detaillierten Blick auf das „neue Japan“ und analysieren drei Schwergewichte, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber dennoch einen gemeinsamen Nenner haben: Den Videospielehersteller Nintendo, das Chemie- und Kühltechnologieunternehmen Daikin und den Automatisierungsspezialisten Keyence.
Dabei zeigt sich ein faszinierendes Spannungsfeld: Während Nintendo mit der Switch 2 Rekorde anvisiert, drücken hohe Speicherchip-Preise auf die Margen. Parallel dazu transformiert sich Daikin durch Zukäufe in der Flüssigkeitskühlung zum Rückgrat für KI-Rechenzentren, während Keyence als „Effizienz-Maschine“ mit über 50 Prozent Marge den globalen Automatisierungstrend konsequent monetarisiert.
Hinter dieser Dynamik steht ein tiefer struktureller Wandel: Wir analysieren den „Takaichi-Trade“ und die Reformen der Tokioter Börse, die den Shareholder Value steigern – notfalls unter Androhung des Delistings. Wir untersuchen zudem die Kapitalumschichtungen aus den USA, das verbleibende Aufwärtspotenzial nach den jüngsten Rekordmarken sowie die Risiken durch die hohe Staatsverschuldung und die geldpolitische Wende der Bank of Japan.
* Haftungsausschluss: Keine Anlage- oder Steuerberatung. Keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten. Dieser Beitrag dient rein der Information und Unterhaltung. Investitionen in Wertpapiere bergen das Risiko eines Totalverlusts. Eine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Basis dieser Informationen getroffen werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen.
* Interessenkonflikt gemäß § 85 WpHG: Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien in Nintendo Co., Ltd. (WKN 864009). Es besteht somit ein potenzieller Interessenkonflikt, da der Autor von einer positiven Kursentwicklung dieser Wertpapiere profitiert.







