Aktienrückkäufe? Starbucks geht einen mutigen, richtigen Schritt!

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Bei Kapitalrückführungen setzt Starbucks neben Aktienrückkäufen auch auf eine Dividende. Allerdings wollen wir heute nicht die Ausschüttungen ins Zentrum des Artikels rücken, eigentlich nicht einmal die Kaffeekette selbst, die trotzdem unweigerlich in den Fokus rückt.

Nein, sondern heute geht es primär um die Sinnhaftigkeit von Aktienrückkäufen. Das Management von Starbucks geht für mich nämlich einen mutigen Schritt. Lass uns einmal schauen, welcher das ist. Und warum er Investoren womöglich trotzdem nicht schmeckt.

Starbucks: Aktienrückkäufe ausgesetzt

Das Management von Starbucks erklärte im vergangenen Oktober, dass 20 Mrd. US-Dollar an Kapital zurückgeführt werden sollen. Ein Teil davon als Dividende, aber ein nicht unerheblicher Batzen auch per Aktienrückkaufprogramm. Damit wären die Kapitalrückführungen eigentlich sehr hoch gewesen.

Nun verkündete der CEO von Starbucks, Howard Schultz, dass die Aktienrückkäufe ausgesetzt werden sollen. Das dafür vorgesehene Geld könne man einerseits besser in neue Geschäfte und Personal investieren beziehungsweise ins eigene Geschäft, was natürlich immer Vorrang gegenüber der Dividende oder Kapitalrückführungen haben sollte. Aber es gibt einen deutlich entscheidenderen Hinweis: Der Verzicht auf diese Aktienrückkäufe sei der einzige Weg, um langfristig Wert für alle Stakeholder zu kreieren. Eine wirklich bemerkenswerte Aussage.

Das mag Investoren kurzfristig nicht schmecken. Aktienrückkäufe hätten den Kurs gepusht und beim Einziehen die Menge der ausstehenden Aktien von Starbucks reduziert. Zudem ist es eher ungewöhnlich, wenn es bei solchen Ankündigungen einen Rückzieher gibt. Der springende Punkt ist jedoch: Der CEO sieht diese Maßnahme im Moment einfach nicht als zielführend und als beste Option an.

Langfristig denkendes Management!

Wir können über Starbucks und die Aktienrückkäufe verschieden denken. Zum einen können wir anführen, dass der Aktienkurs seit Oktober ein wenig gefallen ist, was diese Maßnahme attraktiver gestalten würde. Zum anderen könnten wir sagen: Erst ankündigen und dann verzichten ist ebenfalls keine clevere Strategie. Aber dieses Maß an Flexibilität und das langfristig orientierte Denken werte ich positiv.

Der CEO Howard Schultz, der überdies auch der Gründer ist, denkt bei Starbucks langfristig. Er sieht derzeit einfach bessere Möglichkeiten, um zu wachsen und ins eigene Geschäft zu investieren. Und geht notfalls eben auch den Schritt, diese Kapitalrückführung wieder rückgängig zu machen.

Langfristig orientiert scheint mir das eine gute Strategie zu sein. Vor allem, wenn diese Investitionen weiteres Wachstum bringen, das über die Renditen der Aktienrückkäufe hinausgeht. Davon könnten sich andere börsennotierte Gesellschaften, die um jeden Preis Aktien kaufen und einziehen, durchaus mal eine Scheibe abschneiden.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Starbucks und empfiehlt die folgenden Optionen: Short April 2022 $100 Call auf Starbucks.

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Foto: Starbucks