Merkel - Auch bei Erreichen Inzidenz 50 kein Ende aller Corona-Maßnahmen

Reuters

Berlin (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat betont, dass Bund und Länder auch beim Erreichen der sogenannten Corona-Inzidenz von 50 nicht alle Corona-Maßnahmen sofort wieder aufheben werden.

Sollte das Ziel irgendwann oder bis zum bisher beschlossenen Ende des Lockdowns am 15. Februar erreicht werden, könne man über Lockerungen sprechen, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. "Eine Priorität für mich ist ganz klar, dass zuerst Kitas und Schulen wieder geöffnet werden müssen", sagte die Kanzlerin. Danach sei es eine schwierige Abwägungsfrage, wann etwa der Einzelhandel mit einer Öffnung rechne könne. "Aus praktischen Gründen müsste man dann bald die Frisöre rannehmen", fügte sie scherzhaft hinzu.

Es müsse auf jeden Fall vermieden werden, dass die Zahlen nach einer Öffnung wieder in die Höhe schießen wie dies etwa in Großbritannien der Fall gewesen sei. "Wenn wir unter 50 sind, dann wird man wissen, dass man noch mehrere Wochen länger braucht, um wirklich unter zehn zu kommen. Das würde bedeuten, dass man weiter harte Restriktionen braucht." Wissenschaftler forderten einen solch harten Kurs. Die Politik müsse aber abwägen, ob Einschränkungen noch zumutbar seien.

Merkel verteidigte, dass der Wert 50 bei der sogenannten Sieben-Tages-Inzidenz an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern nicht zufällig sei. Bei diesem Wert sei die Fähigkeit eines durchschnittlichen Gesundheitsamtes überschritten, Infektionsketten noch nachverfolgen zu können. Wirklich gut funktioniere dies ohnehin erst bei einem Inzidenzwert von unter zehn wie im Sommer 2020.

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