Scheele: Teilhabechancengesetz nach einem Jahr ein voller Erfolg

dpa-AFX

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat eine positive Bilanz nach einem Jahr Teilhabechancengesetz gezogen. 41 000 Menschen würden unter dem Schirm des zu Jahresbeginn 2019 in Kraft getretenen Gesetzes gefördert worden. "Das Gesetz ist rundum erfolgreich", sagte Scheele.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei mit 698 000 auf einem deutlich niedrigeren Stand als noch vor 10 oder 15 Jahren. Daran habe auch das neue Gesetz einen Anteil. Es helfe vor allem in den Brennpunktstädten des Ruhrgebiets, in der strukturschwachen früheren Kohleregion um Saarbrücken oder in Städten wie Bremerhaven. Die Regelungen des Teilhabechancengesetzes richten sich an Langzeitarbeitslose. Wer einen Arbeitnehmer einstellt, der mehr als sechs Jahre am Stück arbeitslos war, bekommt für zwei Jahre bis zu 100 Prozent Zuschuss zum Arbeitslohn. Wer einen Menschen einstellt, der mehr als zwei Jahre arbeitslos war, kann im ersten Jahr eine Förderung von bis zu 75 Prozent, im zweiten Jahr von bis zu 50 Prozent in Anspruch nehmen.

Es müsse jetzt auch beobachtet werden, wie sich die Vertragssituation entwickele. Es gebe zahlreiche Fünf-Jahres-Verträge, aber auch Zwei-Jahres-Verträge. "Wenn die Förderung sinkt, muss man sich anschauen, was dann passiert", sagte Scheele mit Blick auf den sich abschmelzenden Förderanteil. Im nächsten Jahr könne die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse noch steigen, sagte Scheele. "Wir können möglicherweise noch zehntausend weitere Arbeitsplätze fördern, aber dann werden wir wahrscheinlich langsam an die Grenze dessen kommen, was finanzierbar ist", sagte Scheele. Es gehe vor allem darum, Familien mit Kindern zu helfen. "Die Kinder sollen ihre Eltern aus dem Haus gehen sehen", betonte er. Ziel sei es, die Vererbung von Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen./dm/DP/mis

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