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Wirecard: Braun sieht Konzern entlastet und gibt Details zum Aktienrückkaufprogramm bekannt ++ Siemens Healthineers: Leicht unter den eigenen Erwartungen ++ Traton: VW-Tochter wird skeptischer

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Wirecard: Braun sieht Konzern entlastet und gibt Details zum Aktienrückkaufprogramm bekannt ++ Siemens Healthineers: Leicht unter den eigenen Erwartungen ++ Traton: VW-Tochter wird skeptischer

Tja, wer dachte er kann heute noch einmal durchatmen bevor ab Dienstag ein heftiges Zahlengewitter mit 10 Dax-Titeln aufzieht, der sieht sich wohl getäuscht. Schon zu Wochenbeginn rappelt er mächtig im Karton. Es könnte die Woche von Wirecard werden. Heute gibt es Neuigkeiten zum Aktienrückkauf und Mittwoch kommen dann die Zahlen. Ist das der Befreiungsschlag, auf den einige Anleger so sehnlich warten?

Dann gibt es noch Zahlen von den Dax-Töchtern Siemens Healthineers und Traton. Zudem geht es bei den Autobauern zu Wochenbeginn kräftig rund. Die US-Regierung hat einen möglichen Verzicht auf Strafzölle für Importwagen angedeutet. Nach positiven Gesprächen mit Autobauern in der Europäischen Union (EU), Japan und Korea könnten die USA Abstand von angedachten Zusatzabgaben nehmen, sagte Handelsminister Wilbur Ross der Agentur Bloomberg. Es bestehe die Hoffnung, dass die Verhandlungen mit den Autobauern über deren Investmentpläne Früchte trügen und deshalb die 232 Zölle nicht in Kraft treten müssten. Alle drei Autobauer legen deutlich zu. Und dann erleben wir noch die wundersame Wandlung der Boris J.

Der britische Premierminister will auf einmal nicht mehr Tod über dem Gartenzaun hängen, sondern wird im Wahlkampf quicklebendig. Von wegen harter Brexit: Jetzt geht es um jede einzelne Stimme auf der Insel. Da wird ein sanfter Ton angeschlagen. Ein geregelter Ausstieg der alle glücklich macht. Ist das wirklich der Boris Johnson, den wir die vergangenen Monate erlebt haben?

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Tja, der Wahlkampf macht es möglich. Bleibt zu hoffen, dass Johnson auch nach der Wahl beim Brexit weiter so sanftmütig bleibt und nicht nach einem Sieg sofort wieder auf Krawall gebürstet ist. Wir werden sehen. Auf jeden Fall werden die Aussagen von Johnson freundlich von den Aktienmärkten aufgenommen. Gepaart mit neuen Hoffnungen in Handelsstreit und neuen Rekorden an der Wall Street kann der Dax sich auch nicht zurückhalten und springt in der neuen Handelswoche direkt über eine psychologisch wichtige Marke.

Dax über 13.000 Punkten

Rein charttechnisch ist diese Hürde nicht von großer Bedeutung. Für die Psychologie der Anleger und der Medien dürfte sie jedoch enorm wichtig sein. Die runde Zahl kann gebührend ausgeschlachtet werden. Es können Spekulationen über ein neuen All-Zeit-Hoch aufgemacht werden. Allerdings macht das die Sache auch ein wenig gefährlicher, wenn die Anleger zu euphorisch reagieren. Daher bitte nicht in die ganz großen Jubelstürme ausbrechen, sondern einfach freuen und weiter besonnen vorgehen.

Der deutsche Leitindex startet mit 13.027,76 Punkten in den Handelstag – ein Plus von 0,51 Prozent.

Wirecard – Nichts dran an den Vorwürfen

Der Zahlungsdienstleister Wirecard sieht sich nach eigenen Prüfungen vom Vorwurf der Bilanzfälschung in der Zeitung „Financial Times“ („FT“) entlastet. „Die Darstellungen in der FT sind falsch“, bekräftigte Wirecard-Chef Markus Braun in einem Interview des Handelsblatts (Montag) frühere Aussagen. „Wir haben nach Erscheinen des Artikels die dort erwähnten Sachverhalte vorsichtshalber noch einmal überprüft, insbesondere den Vorwurf, dass Umsätze nicht richtig verbucht wurden“, sagte Braun dem Blatt. „Wir sind in die Substanz der Rechnungslegung gegangen und haben diese für 2016, 2017 und 2018 überprüft. Mit dem Ergebnis, dass alle Umsätze korrekt verbucht wurden und alle Geschäftsbeziehungen authentisch sind.“

Mitte Oktober hatte ein neuer Bericht der britischen Wirtschaftszeitung inklusive angeblicher interner Wirecard-Dokumente nahegelegt, dass Töchter des Dax-Konzerns in Dubai und Irland zu hohe Umsätze ausgewiesen haben könnten. Wirecard hatte den Artikel bereits als „falsch und verleumderisch“ zurückgewiesen. Das Unternehmen hat eine Sonderprüfung durch den Wirtschaftsprüfer KPMG in Auftrag gegeben, um Zweifel auszuräumen. Die Ergebnisse der auf einige Monate veranschlagten Untersuchung sollen veröffentlicht werden. Die Vorwürfe hatten die Wirecard-Aktie innerhalb eines Tages um zeitweise mehr als ein Fünftel abstürzen lassen.

Seit geraumer Zeit veröffentlicht die Londoner Zeitung kritische Berichte zu dem Finanztechnologiekonzern aus Aschheim bei München, die den Aktienkurs immer wieder unter Druck bringen. Ende Januar hatte das Blatt Untersuchungen bei einer Tochter in Singapur öffentlich gemacht. Auch damals hatte Wirecard-Chef Braun, der mit 7 Prozent das größte Aktienpaket an der Firma hält, die Berichterstattung als falsch zurückgewiesen. Letztlich musste das Unternehmen nach einer Prüfung durch eine Anwaltskanzlei einräumen, dass in geringem Umfang Umsätze falsch verbucht wurden.

Braun zweifelt auch die Echtheit der von der „FT“ im Rahmen der Berichterstattung veröffentlichen Dokumente an. „Unsere Dubai-Töchter verwalten tausende Geschäftsbeziehungen, und wir haben sämtliche dahinterliegenden Transaktionen, die unseren Umsatz konstituieren, überprüft“, sagte Braun. Was sich hinter den in den Dokumenten benutzten und laut Zeitung angeblichen 34 Kundennamen verbirgt, darüber wollte Braun „nicht spekulieren“. „Meine Aufgabe ist es, das offizielle Reporting zu kommentieren, nicht irgendwelche Excelsheets, deren Herkunft wir nicht nachvollziehen können.“

Der bereits angekündigte Aktienrückkauf in Höhe von 200 Millionen Euro, den Wirecard mit dem Einstieg von Softbank über eine Wandelanleihe anvisiert hatte, soll an diesem Dienstag starten: „Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2019/I können im Zeitraum vom 5. November 2019 bis 5. November 2020 insgesamt bis zu 2.500.000 eigene Aktien der Gesellschaft zurückgekauft werden. Als größtmöglichen Gesamtkaufpreis für den Erwerb der Aktien der Gesellschaft (ohne Erwerbsnebenkosten) hat der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, den Betrag von 200 Millionen Euro zugewiesen.“

Siemens Healthineers: Eigene Ziele leicht verfehlt

Der Medizintechnikkonzern hat seinen Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr (per 30. September) deutlich gesteigert, die eigenen Profitabilitätsziele aber leicht verfehlt. Grund dafür war das unter den Erwartungen ausgefallene Ergebnis beim neuen Labordiagnostiksystem Atellica. So stieg die bereinigte operative Marge insgesamt um 0,1 Prozentpunkte auf 17,3 Prozent, wie das Unternehmen am Montag in Erlangen mitteilte. Healthineers hatte zuvor die untere Hälfte der Spanne von 17,5 bis 18,5 Prozent in Aussicht gestellt. Netto stieg der Gewinn von 369 Millionen auf 502 Millionen Euro.

Wegen der Anlaufprobleme bei Atellica verschob das Unternehmen sein Profitabilitätsziel für den Bereich um zwei Jahre. Abseits dessen will die Siemens-Tochter in den kommenden Jahren beim Gewinn deutlich zulegen. Für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2019/20 geht das Unternehmen von einem Anstieg des bereinigten Ergebnisses je Aktie von 6 bis 12 Prozent, nach einem Wert von 1,70 Euro im Vorjahr. In den darauf folgenden zwei Geschäftsjahren soll das Ergebnis je Aktie um je rund 10 Prozent zunehmen.

Kurz und knapp:  

Traton: Volkswagens Lkw- und Bustochter erwartet im kommenden Jahr scharfen Gegenwind. „Wir bestätigen unsere Ziele für 2019, bereiten uns aber gleichzeitig intensiv auf ein deutlich schwierigeres Umfeld im Jahr 2020 vor“, sagte VW -Nutzfahrzeugvorstand und Traton-Chef Andreas Renschler am Montag laut Mitteilung. Der Auftragseingang ging in den ersten neun Monaten um 6 Prozent auf knapp 170 000 Lkw und Busse zurück. Volkswagen-Finanzchef Frank Witter hatte bereits vergangene Woche gewarnt, dass das Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen wegen konjunktureller Probleme schwieriger werde. Weltmarktführer Daimler hatte jüngst seine Prognosen für den Bereich senken müssen.

Ryanair: Das anhaltende Flugverbot für Boeings Mittelstreckenjet 737 Max und die Wirren rund um den Brexit halten Europas größten Billigflieger in Atem. Trotz kräftig gewachsener Passagierzahlen konnte das Unternehmen seinen Gewinn im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende September mit 1,15 Milliarden Euro nur auf dem Niveau des Vorjahres halten. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März peilt Ryanair-Chef Michael O’Leary jetzt einen Überschuss von 800 bis 900 Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Bisher hatte er die Spanne mit 750 bis 950 Millionen Euro etwas weiter gefasst.

Sanofi: Der französische Pharmakonzern hat positive Ergebnisse mit dem Diabetes-Medikament Toujeo bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen erzielt. In der Phase-III-Studie sank mit dem Medikament der Blutzucker vergleichbar mit dem Insulin Glargine 100, teilte der Konzern am Montag in Paris mit. Demnach wurden Patienten zwischen 6 und 17 Jahren behandelt, die an Diabetes Typ 1, einer Autoimmunerkrankung, erkrankt sind. Die Europäische Arzneimittelagentur habe sich positiv zu der Studie geäußert und empfehle, die derzeitige Behandlung mit Toujeo auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen auszuweiten. In einigen Monaten werde die EU dazu eine endgültige Entscheidung treffen.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: Anton Garin / Shutterstock.com

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