Rivian: Ende der Lock-Up-Frist - Aktie bricht erneut ein - Ford verkauft

onvista · Uhr
Quelle: James Yarbrough/Shutterstock.com

Wer bei der Entwicklung von Palantir Tränen in den Augen hat, der müsste bei Rivian Heulkrämpfe bekommen. Die Entwicklung der Aktie des Autobauers für elektrische Fahrzeuge ist noch enttäuschender. Nachdem die Aktie heute erneut zweistellig in die Knie geht, liegt der Kurs in etwa 70 Prozent unter dem Ausgabepreis von 78 Dollar und rund 90 Prozent unter dem All-Time-High bei 179,74 Dollar. 

Ford hat den Kaffee auf 

Sowohl Amazon als auch Ford mussten in ihren Bilanzen kräftige Abschreibungen auf ihre Beteiligungen an Rivian vornehmen. Während es beim Internetgiganten 7,6 Milliarden Dollar waren, musste der Autobauer "nur" eine bilanzielle Wertkorrektur in Höhe von 4,5 Milliarden Dollar vornehmen. An vergangenen Wochenende ist die Lock-Up-Frist für die Rivian Aktien ausgelaufen und nach Informationen von CNBC nutzt Ford das direkt, um einige Aktien am Markt zu platzieren. Laut des Berichtes hat Ford von seinen 102 Millionen Aktien 8 Millionen über Goldman Sachs für 26,90 Dollar je Aktie verkauft. Eine Stellungsnahem zu dem Verkauf lehnte Ford gegenüber dem Nachrichtensender ab

Ford nicht als einziger enttäuscht

Wie CNBC weiter berichtet soll schon bald ein zweites Aktienpaket die Runde machen. Ein unbekannter Verkäufer soll die Bank angewiesen haben zwischen 13 bis 15 Millionen Aktien von Rivian ebenfalls zu Preis 26,90 Dollar zu verkaufen. Ob sich Amazon hinter dem zweiten Aktienpaket verbirgt, ist bislang nicht bekannt. Amazon gab dazu keine Auskunft. 

Ford und Amazon nicht ganz unschuldig am kräftigen Kursverlust

Der Hauptgrund für die Talfahrt ist sicherlich, dass Rivian in den vergangenen Monaten immer wieder seine Produktionsziele für das laufende Jahr gesenkt hat. Mittlerweile Plant Rivian mit 25.000 Einheiten. Dass ist gerade einmal die Hälfte der Zahl, die noch auf der IPO-Roadshow genannt wurde.

Zu Jahresbeginn hat allerdings die Nachricht, dass Ford seine Kooperation mit Rivian beendet und nur noch die Beteiligung hält, für eine Beschleunigung der Kurssturzes gesorgt. Die Nachricht, dass Amazon nach einer Kooperation mit Stellantis, ab 2023 auch E-Liefervans des Autobauers kauft, war ebenfalls nicht förderlich für den Kursverlauf von Rivian, da die Möglichkeit von Folgeaufträgen damit einen Dämpfer erhielten. 

Aktien kann noch tiefer fallen

Mit dem heutigen Kurssturz ist die Aktie weiterhin angeschlagen. Selbst wenn Rivian die Zahl von 25.000 Fahrzeugen in diesem Jahr jetzt erreichen sollte, dann sind weiter Rückschläge nicht ausgeschlossen. Sie können bei neuen Autobauern immer wieder auftreten. Daher ist die Aktie vorläufig nur ein Fall für die Watchlist. Wenn Rivian in eine gesicherte und höhere Produktion einsteigt, dann dürfte die Akte wieder interessant werden, aber das dürfte noch eine Weile dauern. 

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