Geldpolitik

Chinas Notenbank belässt Leitzins MLF wie erwartet bei 2,5 Prozent

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: crystal51/Shutterstock.com

PEKING (dpa-AFX) - Chinas Notenbank hat den Leitzins MLF erneut konstant gehalten. Der einjährige Zinssatz der mittelfristigen Kreditfazilität (MLF) bleibt auf 2,50 Prozent, wie die People's Bank of China (PBoC) am Montag in Peking mitteilte. Die Entscheidung war von Analysten im Schnitt erwartet worden.

Der Leitzins MLF liegt seit dem vergangenen Sommer bei 2,5 Prozent. Mit der Entscheidung, den Leitzins unverändert zulassen, gibt die Zentralbank trotz der fragilen Erholung der Konjunktur der Währungsstabilität den Vorzug vor niedrigeren Kreditkosten.

Die Zentralbank der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt habe den Leitzins erneut unverändert gelassen, da sie Sorgen um eine stärkere Abwertung des Landeswährung Yuan zum US-Dollar habe, schrieb Analyst Volkmar Baur von der Commerzbank. Natürlich habe dies bei einer gemanagten Währung wie dem Yuan keinen direkten Einfluss auf den Wechselkurs, sei aber trotzdem als Signal zu verstehen.

Baur geht daher weiterhin davon aus, dass die Zentralbank dem Yuan nur begrenzten Spielraum für eine weitere Abwertung lassen wird. Sobald die US-Zentralbank damit beginne, die Zinsen zu senken, sollte dies etwas Druck von der chinesischen Währung nehmen und eine Stabilisierung unterstützen.

Während die Notenbank den MLF-Zinssatz unverändert ließ, wurde dem Bankensystem Liquidität entzogen. Wie die Notenbank ebenfalls mitteilte, wurden netto 55 Milliarden Yuan (rund 7 Milliarden Euro) abgezogen, um eine übermäßige Liquidität zu vermeiden./la/mis

onvista Premium-Artikel

onvista Trading-Impuls
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!02. Apr. · onvista
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!
Gold, Aktien, exotische ETFs
So schützt du dich vor Inflation01. Apr. · onvista
So schützt du dich vor Inflation
Chartzeit Wochenausgabe vom 30.03.2025
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte30. März · onvista
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte