KfW-Umfrage - Mittelständler befürchten deutliche Kostensteigerungen

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Frankfurt (Reuters) - Der deutsche Mittelstand befürchtet einer KfW-Umfrage zufolge erhebliche Kostensteigerungen im laufenden Jahr.

Rund 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen erwarten deutlich höhere Kosten, wie aus der Umfrage hervorgeht, die die staatliche Förderbank am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichte. Vor allem die Energiepreise, die Preise für Materialien, Rohstoffe und Vorprodukte, aber auch die Löhne und Gehälter seien als zentrale Kostentreiber genannt worden. An der Online-Befragung nahmen im April 2795 Firmen teil.

"Eine gute Nachricht ist, dass die meisten Mittelständler angeben, die höheren Kostenbelastungen gut abfedern zu können", erklärte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Das zeige, wie robust der deutsche Mittelstand aufgestellt sei. Rund 48 Prozent der Firmen hätten erklärt, die höheren Kosten dauerhaft schultern zu können. Bei 21 Prozent fielen die höheren Kosten finanziell kaum ins Gewicht. Doch nicht alle Firmen können der Umfrage zufolge die Kostensteigerungen wegstecken: Rund 14 Prozent gaben an, dass die deutliche Mehrbelastung sie finanziell überfordere.

Etwa 51 Prozent der Unternehmen erwarten, dass ihre Lohnkosten zunehmen werden. Der zweitgrößte Kostentreiber seien die Ausgaben für Materialien, Rohstoffe, Vorprodukte und Zutaten. Rund 56 der befragten Firmen erwarteten hier einen Anstieg. Etwa 64 Prozent der mittelständischen Firmen stellten sich darauf ein, mehr für Energie ausgeben zu müssen. Als Antwort setzen Unternehmen der Umfrage zufolge selbst ihre Preise hoch. Rund 39 Prozent der Unternehmen, die Kostensteigerungen in mindestens einem Bereich erwarten, habe die Preise der eigenen Produkte und Dienstleistungen angehoben - und zwar im Schnitt um elf Prozent. Ein weiteres Drittel der Mittelständler plane Preisanhebungen.

(Bericht von Frank Siebelt, redigiert von Christian Götz. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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